Nach einer zehntägigen Reise rund um den Globus machte die IRB-Delegation auf ihrer letzten Station Halt in München. Anlass ist die Bewerbung des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) mit den Munich 7’s als ein Turnier der Sevens World Series des Rugby-Weltverbandes. Avan Lee, IRB General Manager Sevens, und Beth Coalter, IRB Sevens Operations Manager, nahmen dabei innerhalb von zwei Tagen die Trainings- und Spielstätten in der bayerischen Landeshauptstadt unter die Lupe. Das IRB-Duo zeigte sich positiv und angenehm überrascht, was das Organisationskomitee um Mathias Entenmann auf die Beine gestellt hat.

„Coalter und Lee haben mehrfach betont, wie beeindruckt sie von der Münchener Bewerbung sind und wie gut ihnen die Stadt, die Sportstätten und die Personen, die sie trafen, gefallen haben“, betont Mathias Entenmann. Das Motto der Bewerbung lautet dabei „nicht kleckern, sondern klotzen“. Auf dem Programm stand der Besuch der Trainingsplätze im Olympiapark sowie eine Tour durch das Olympiastadion als Spielstätte der Munich 7’s. Als krönender Abschluss fand ein gemeinsames Essen im Dreh-Restaurant des Olympiaturms statt. „Hoch oben hat das IRB-Duo den imposanten Ausblick über das gesamte Gelände des Olympiaparks genossen“, sagt Entenmann. Wieder zurück auf dem Boden gab es dann im Münchener Rathaus ein Treffen mit hochrangigen Vertretern des Sportamtes der Stadt sowie der Olympiapark GmbH. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein weiteres Treffen mit DRV-Vizepräsident Jürgen Zeiger, DRV-Leistungssportreferent Manuel Wilhelm, dem Vorsitzenden des Rugby-Verbandes Bayern, Alexander Michel, sowie Helmut Kraiger und Götz Köthe, Präsident und Vize-Präsident des München RFC. Der zweite Tag stand zudem ganz im Zeichen eines Gesprächs mit Frank Seipp von der Agentur S&K Marketing.

Fehlen durfte natürlich nicht der Besuch der Wiesn. Dort bestaunte das IRB-Duo den Aufbau zum größten Volksfest in Deutschland. Schließlich sollen die Munich 7’s zur Oktoberfestzeit die zahlreichen Gäste aus den Rugby-Nationen ins Olympiastadion locken und für eine ausverkaufte Arena an beiden Spieltagen sorgen. Denn neben hochklassigem Sport, den die weltbesten Rugby-Nationalmannschaften im Olympiastadion bieten werden, darf die für das 7er-Rugby obligatorische Partystimmung in der dritten Halbzeit nicht fehlen. „Die Stadt und die Olympiapark GmbH unterstützen unsere Bewerbung vorbildlich. München will mit den Munich 7’s sein Image als Sportstadt stärken“, sagt Organisations-Chef Mathias Entenmann. Die Munich 7‘s wären dann ein weiterer Sporthöhepunkt neben den bereits erfolgreich etablierten Events, die mitten in der Stadt bereit zehntausende Besucher angelockt haben.

Nun liegt es an dem Weltverband International Rugby Board, ob München den Zuschlag für ein Turnier der World Series in der olympischen Rugby-Variante erhält. „Beth Coalter und Avan Lee gehen in Klausur und werden dem IRB die entsprechenden Vorschläge unterbreiten, ob München ein Austragungsort der Sevens World Series wird“, sagt Entenmann. Eine Entscheidung wird für Mitte Oktober erwartet. „Wir sind guter Dinge und denken, dass wir mit unserer Bewerbung der Munich 7’s den Weltverband überzeugen können“, gibt sich Entenmann optimistisch.