Die deutschen 7er-Männer haben das zweite Turnier auf ihrer Südamerika-Tour auf dem siebten Platz abgeschlossen. Im chilenischen Vina del Mar, der zweiten Station der Sudamérica Rugby Sevens Series, setzte das ersatzgeschwächte Wolfpack am zweiten Turniertag keine Glanzlichter, doch immerhin zum Abschluss noch mal ein Ausrufezeichen.

Im Viertelfinale gegen Gastgeber Chile, der vor Wochenfrist das Turnier in Punta del Este (URU) gewonnen hatte, fand Deutschland, das an Tag zwei auch auf den erkrankten Bastian Himmer verzichten musste, seinen Rhythmus nicht wirklich und musste sich mit 7:17 geschlagen geben.

In der Platzierungsrunde bekam man es dann erneut mit Russland zu tun. Wie schon in der Vorrunde geriet man in Rückstand, aber wieder drehte man die Partie in eine Führung. Doch in der Schlussphase legte Russland diesmal noch einen Versuch und verbuchte damit den 19:15-Sieg.

Im abschließenden Spiel um Platz 7 ging es noch gegen Kolumbien, das allerdings beim klaren 47:5-Sieg der DRV VII praktisch chancenlos war.

„Nicht mit allen Ergebnissen sind wir unbedingt happy, aber letztlich ging es darum auch nicht. Das waren Vorbereitungsturniere, da war die Wettkampfpraxis auf hohem internationalen Niveau ganz klar im Fokus“, betonte DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Die haben wir hier auf jeden Fall bekommen. Wir konnten gute Schlüsse ziehen im Hinblick auf Hong Kong. Und gerade für die jungen Spieler war es eine wertvolle Erfahrung, auf einem anderen Kontinent vor vielen Zuschauern gegen Topteams spielen zu können. Von daher war es eine sehr wichtige Reise.“

————————–

Rugby Seven Vina: Wolfpack ungeschlagener Gruppensieger

Die DRV VII hat sich bei den Rugby Seven Vina in Chile in der Vorrunde schadlos gehalten und steht als Sieger der Gruppe C souverän im Viertelfinale des zweiten Turniers der Sudamérica Rugby Sevens Series. Dort geht es am Sonntag um 17.50 Uhr (deutsche Zeit) gegen Gastgeber Chile weiter.

Der erste Turniertag in Vina del Mar begann mit einem 31:0 gegen Paraguay. Die Partie begann etwas mühsam, doch dann übernahm das Wolfpack die Initiative und spielte den ebenso klaren wie verdienten Sieg heraus.

Gegen die Russen im zweiten Spiel lag man zur Halbzeit noch einen erhöhten Versuch zurück, drehte dann die Partie in der zweiten Spielhälfte noch in einen 24:19-Sieg. Knapp war auch das abschließende Gruppenspiel gegen Portugal, gegen das man vor einer Woche in Punta del Este (URU) noch das Platzierungsspiel verloren hatte. Diesmal allerdings hatte die DRV VII das bessere Ende für sich und wahrte mit 17:12 die weiße Weste.

————————–

Wolfpack vor dem Turnier in Vina del Mar (CHI)

Mit dem Abschneiden vor Wochenfrist im uruguayischen Punta del Este war man beim Wolfpack nicht vollends zufrieden. Jetzt steht im chilenischen Vina del Mar das zweite Turnier der Sudamérica Rugby Sevens Series statt, bei dem die DRV VII ebenfalls antritt.

In Uruguay sei durchaus mehr drin gewesen, hört man aus dem Umfald der Mannschaft. Man sei nach der langen 7er-Pause noch ein wenig eingerostet gewesen. Auch jetzt in Vina del Mar steht zwar nicht ein möglicher Turniersieg im Vordergrund, sondern der nächste Entwicklungsschritt auf dem Weg zu den Hong Kong 7s 2019. Dennoch würde man sich sicher nicht gegen einen Erfolg als Etappenziel wehren.

Allerdings wird das Wolfpack nach den Ausfällen von Marvin Dieckmann und Zani Dembele ohne etatmäßigen Außen antreten müssen. Das hatte dem Team schon in Uruguay vor Probleme gestellt. Nachnominiert wurde für diese Vorbereitungsmaßnahme allerdings nicht. Dafür gibt mit dem jungen Argentinier Francisco Schmidt aus Buenos Aires sein Debüt in der Hintermannschaft.

Diese Spieler werden bei den Rugby Sevens Vina auflaufen:
Sturm: Anjo Buckman, Carlos Soteras Merz, Robin Plümpe, Robert Haase, Robin Plümpe, Jarrod Saul, Henrik Meyer
Hintermannschaft: Bastian Himmer, Niklas Koch, Fabian Heimpel, Philip Gleitze, Francisco Schmidt, Phil Szczesny

In der Vorrunde trifft das Wolfpack am Samstag zunächst auf Paraguay (16 Uhr deutscher Zeit), dann auf Russland (19.20 Uhr) und abschließend um 23.20 Uhr auf Portugal, das zuletzt in Uruguay Dritter geworden war.

(Foto: Colin Grzanna)