Das deutsche 7er-Rugbynationalteam der Männer hat sich auch am ersten Turniertag des zweiten Turniers der World Rugby Sevens Challenger Series schadlos gehalten und damit seine Siegesserie im Wettbewerb auf nun schon neun Erfolge ausgebaut. Im Viertelfinale am Sonntag trifft das Wolfpack um 17.15 Uhr deutscher Zeit nun auf Chile.

Beim 38:7 gegen Außenseiter Mexiko legte die DRV VII zu Beginn des Turniers eine ordentliche Leistung hin, die eigentlich in einem höheren Sieg hätte enden können. Nach zwei frühen Versuchen von Manasah Sita zum 12:0 war schnell klar, welche Richtung das Spiel nehmen würde. Deutschland dominierte das Geschehen legte durch Carlos Soteras Merz‘ erhöhten Versuch nach, und selbst in Unterzahl wegen eine Gelben Karte für Phil Szczesny punktete das Wolfpack kurz vor der Pause noch mal durch den erhöhten Versuch von Tim Lichtenberg zum klaren 26:0-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel schlichen sich ein paar Leichtsinnsfehler ein, die am Ende der ersten nennenswerten Angriffsserie der Mexikaner zum ersten Gegenversuch führten. Doch Sebastian Fromm und Jaco Otto rückten das Bild dann doch noch zurecht.

Uruguay war als stärkster Gruppengegner ausgemacht worden, doch auch die Gastgeber hatten zunächst kein Mittel gegen eine sehr konzentriert und fehlerfrei aufspielende deutsche Mannschaft. Carlos Soteras Merz und Anjo Buckman legten die Versuche im ersten Durchgang, Fabian Heimpel erhöhte beide. Deutschland war auch danach lange in Ballbesitz, doch Uruguays Verteidigung verhinderte eine höhere Führung zur Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff machte Bastian Himmer viele Meter, legte dann Ball dann aber noch ab auf Tim Lichtenberg, der – inklusive Heimpels Erhöhung – schon auf 21:0 stellte. Uruguay musste in der Folge hart arbeiten, um seinerseits zum ersten Versuch zu kommen, Ardeo konnte dann aber sogar zweimal erfolgreich ablegen und auf 10:21 verkürzen. Doch den Schlusspunkt setzte Zani Dembele mit seinem ersten Versuch zum 26:10-Endstand.

Gegen Papua-Neuguinea, das man zuletzt in Chile bereits im Viertelfinale gespielt hatte, tat sich das deutsche Team trotz einer frühen Führung durch Manasah Sita schwer. Der Gegner hatte zwar etwas Glück bei seinem Versuch zum Ausgleich, aber Deutschland tat sich danach schwer, zu seinem Spiel zu finden. Und so holte sich Papua-Neuguinea nach einem 80-Meter-Sprint von Vali sogar die 10:5-Halbzeitführung.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war PNG sogar auf dem Weg zum dritten Versuch, doch Tim Biniak tackelte den Gegner gerade noch ins Aus. In der Folge aber übernahm das Wolfpack die Initiative, holte sich durch einen Doppelschlag von Lichtenberg und Dawe und einer Erhöhung von Heimpel die 17:10-Führung. Und Sebastian Fromm und Kicker Phil Szczesny machten mit ihren Punkten zum 24:10 den Sack endgültig zu.

„Wir hatten heute ein paar leichte Fehler drin, aber gegen Uruguay auch unsere bislang stärkste Halbzeit“, hatte Co-Trainer Clemens von Grumbkow beobachtet. „Und zum Abschluss gegen PNG haben wir denen wirklich in die Karten gespielt und es uns so schwerer gemacht als nötig. Aber am Ende stehen drei Siege, wir sind happy. Am Sonntag werden die Karten neu gemischt. Das Viertelfinale ist sicher kein einfaches, aber wir wollen natürlich wieder ganz nach vorn.“

(Foto: Jan Perlich)