Am kommenden Wochenende (22./23. Juni) startet in Moskau (RUS) die europäische Grand Prix Series, wo die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes als Vize-Europameister des Vorjahres mit durchaus großen Ambitionen ins Rennen geht. Doch in diesem Jahr hat das erste von zwei EM-Turnieren noch eine weitere wichtige Bedeutung. In Moskau geht es auch darum, sich für den Olympic-Qualifier am 13./14 Juli im französischen Colomiers zu qualifizieren. (Foto: Jan Perlich)

Daher ist es aus Sicht des Wolfpacks umso wichtiger, in Moskau eine gute Platzierung zu erreichen. „Das Halbfinale ist in Moskau als Ziel ausgegeben, und dann schauen wir, dass wir so gut wie möglich abschneiden“, sagte Co-Trainer Clemens von Grumbkow. Eine Top-Platzierung in Moskau würde nicht nur wertvolle Punkte im Kampf um die Europameisterschaft sondern zudem eine gute Ausgangsposition in der Setzliste für Colomiers bedeuten.

In Moskau hat man in der Vorrunde mit Portugal, Wales und Polen durchaus schlagbare Gegner. „Gerade die Portugiesen darf man nicht unterschätzen, und bei Wales kommt es immer darauf an, mit was für einem Team sie da sind“, weiß von Grumbkow. „Aber wir können alle drei Teams schlagen und wollen auch den Gruppensieg.“

Allerdings kann Bundestrainer Vuyo Zangqa personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Jarrod Saul, Claude Brechenmacher und Jonathon Dawe sind in der Olympia-Qualifikation nicht spielberechtigt, dürften erst beim zweiten GPS-Turnier in Lodz (POL) am 20./21. Juli wieder eingreifen. Die Spielberechtigung für Manasah Sita greift frühestens zum Turnier in Colomiers. Darüber hinaus müssen einige Verletzte kompensiert werden: Kapitän Sam Rainger ist am Syndesmoseband verletzt, Sebastian Fromm fällt mit einer Schulterverletzung schon die gesamte Saison aus und auch Zani Dembele laboriert an Kniebeschwerden. Selbst die nominierten Robert Haase und Tim Biniak sind noch leicht angeschlagen. Bei denen hofft man aber noch, sie bis zum Wochenende vollständig fit zu bekommen.

Für das GPS-Turnier in Moskau (RUS) sind demnach folgende Spieler nominiert:

RG Heidelberg: Fabian Heimpel, Tim Lichtenberg, Bastian Himmer
TSV Handschuhsheim: Anjo Buckman
RK Heusenstamm: Tim Biniak
SC Germania List: Niklas Koch, Henrik Meyer
Heidelberger RK: Niklas Hohl
TGS Hausen: Robert Haase
FC St. Pauli: Ben Ellermann
Hannover 78: Phil Szczesny
TV Pforzheim: Carlos Soteras Merz

Auf Abruf: Daniel Koch (SC Germania List), Zinzan Hees, (RK Heusenstamm), Philip Gleitze (Berliner RC), Maximilian Calitz

„Ja, wir haben einige Verletzte, aber der Kern des Teams ist dabei, und wir sind sicher, dass wir mit diesem Kader in Moskau eine gute Rolle spielen können“, sagt der DRV-Co-Trainer. „Wir bauen vor allem auf die Eingespieltheit des Teams. Das ist unsere Stärke.“

In Moskau trifft das deutsche Team am Samstag in der Vorrunde zunächst auf Polen (10.44 Uhr CET), dann auf Wales (13.29 Uhr CET) und abschließend auf Portugal (16.14 Uhr CET).

(Foto: Jan Perlich)