Die neu gegründete U19-Nationalmannschaft des Deutschen Rugby-Verbands arbeitet hart auf ihren ersten sportlichen Höhepunkt hin. Denn am 25. Oktober wird in Portugals Hauptstadt Lissabon um elf Uhr das erste Spiel des deutschen Teams bei der 15er-Europameisterschaft angepfiffen. Die DRV-Mannschaft trifft dann auf Spanien. Bis Ende Oktober kämpfen neben Deutschland auch Portugal, Niederlande, Russland, Belgien, Spanien, Rumänien und Polen um den europäischen U19-Titel. Auf das DRV-Team wartet dabei in Lissabon ein besonderer Spielmodus.

Es wird keine Gruppenspiele geben, sondern direkt im Viertelfinale gestartet. Wenn alle Spiele siegreich sind, hat die DRV-Auswahl aufgrund dieses Spielsystems drei Spiele. Sollte das erste Spiel verloren gehen, spielt die Mannschaft lediglich um die hinteren Plätze des EM-Klassements. Wie die Chancen bei den kontinentalen Titlkämpfen stehen, können die Verantwortlichen nur schwer einschätzen. „Wir gehen, mit Unterstützung der Wild Rugby Academy, bestmöglichst vorbereitet in die Europameisterschaft. In kurzer Zeit haben wir sehr viele Spieler gesichtet und uns intensiv vorbereitet. Wir spielen zum ersten Mal in diesem Wettkampf mit und sind sehr gespannt, wo wir im internationalen Vergleich stehen“, sagt Teammanager Andi Eckert.

Die U19-Nationaltrainer Christopher Weselk und Benjamin Danso, beide langjährige Nationalspieler des DRV, haben während der Vorbereitung in drei Lehrgängen ein Team geformt und sich intensiv auf die kommende Herausforderung vorbereitet. Die Spieler werden weiter in den Stützpunkttrainings stark gefordert und gefördert. Das Trainer- und Betreuerteam um den Cheftrainer Christopher Weselek erhofft sich, dass in Zukunft weitere Maßnahmen stattfinden, um auch langfristig den Übergang von Jugendnationalmannschaft in Seniorenbereich reibungslos zu gestalten.