Im Gegensatz zum wechselhaften Wetter zeigte sich die U18 des Deutschen Rugby-Verbandes in ihrem EM-Auftaktspiel gegen Polen von ihrer besten Seite. Gegen den an Nummer vier gesetzten und damit einen Platz besser gehandelten Nachbarn zeigte die DRV-Auswahl im französischen Ramonville eine konzentrierte Leistung und zog mit einem 30:9-Sieg in das EM-Halbfinale der Division A ein, was gleichzeitig den Klassenerhalt bedeutete. Dort trifft der deutsche Nachwuchs am Dienstag (31. März, 17 Uhr) auf Russland, das Schweden mit 72:0 besiegte.

Bereits zur Halbzeit beim Stand von 20:6 zeigte die deutsche Mannschaft den physisch starken Polen ihre Grenzen auf. Nach zweimaligem Rückstand (0:3, 5:6) drehte die DRV U18 das Spiel und bestimmte fortan das Geschehen auf dem Feld. Die Folge: Ein Sturmlauf des deutschen Nachwuchses auf das polnische Malfeld. Die Führung für die Mannschaft der Nationaltrainer Christian Lill und Jan Ceselka hätte zur Halbzeit noch höher ausfallen können, doch der Wind verwehte alle vier Erhöhungen sowie drei Straftritte der deutschen Mannschaft.

Die Polen beherrschten zwar die eine oder andere Standardsituation, fanden aber auch im zweiten Spielabschnitt kein Mittel gegen die immer stabil verteidigenden Deutschen. Und in der Offensive gelangen der DRV U18 zudem ein Straftritt und ein erhöhter Versuch. Die Polen betrieben durch einen verwandelten Straftritt mit dem Schlusspfiff eine wenig Ergebniskosmetik. An dem deutlichen 30:9-Sieg der DRV U18 änderte dies aber nicht mehr.

Teammanger Dieter Hanf blickt indes bereits auf das EM-Halbfinale gegen Russland: „Es wird ein hartes, kämpferisches Spiel. Unsere Mannschaft ist technisch und läuferisch stark und wird von den Trainern hervorragend auf den Gegner eingestellt. Wir haben in diesem Spiel sicher eine gute Chance auf einen Sieg.“ DRV-Kooperationspartner TotalRugby bietet zu dem EM-Halbfinalspiel gegen Russland wieder einen Liveticker an.

DRV U18:

1. Marvin Ugbomor (Berliner RC)
2. Justin Caracciolo (RG Heidelberg)
3. Paul Schüle (TSV Handschuhsheim)
4. Vincent Müller (TSV Handschuhsheim)
5. Tobias Haase (Hannover 78)
6. Henk Grimminger (RG Heidelberg)
7. Christopher Korn (TSV Handschuhsheim)
8. Levin Störzinger (Berliner RC)
9. Pirmin Stöhr (TSV Handschuhsheim)
10. Niklas Koch (SC Germania List)
11. Louis Dobslaw (RK 03 Berlin)
12. Tim Lichtenberg (RG Heidelberg)
13. Benjamin Fromm (RG Heidelberg)
14. Henrik Meyer (SC Germania List)
15. Albert Jürgen (Berliner RC)
16. Lucas Schmitt (TSV Handschuhsheim)
17. Pascal Grabig (Hannover 78)
18. Warrick Beehan (SC 1880 Frankfurt)
19. Leon Wagner (RG Heidelberg)
20. Kai Jansen (TSV Handschuhsheim)
21. Franz Müller (RK 03 Berlin)
22. Nicholas Günther (RG Heidelberg)
23. Isaac Berry (RG Heidelberg)
24. Jaap Breuste (Hannover 78)
25. Nils Renner (Berliner RC)
26. Maurice Riege (SC Germania List)
27. Igor Marinkovic (Hannover 78)