Am Wochenende des 31. August und 1. September geht es im polnischen Jarocin um die Europameisterschaft der U18-Juniorinnen im olympischen 7er-Rugby. Das Team des Deutschen Rugby-Verbandes, das den Wettbewerb im vergangenen Jahr in Vichy (FRA) auf einem guten neunten Platz abgeschlossen hatte, ist neuerlich auf einen Platz im Cup-Viertelfinale, also auf eine Top-Acht-Platzierung aus.

„Wir hatten zuletzt eine sehr gute Wiche Vorbereitungscamp in Nürnberg und Hartenstein, wo sich vor allem in puncto Teamspirit und Gruppendynamik sehr viel getan hat. Die Mädels haben sich sehr schnell als Team gefunden. Das ist wichtig“, erklärt Nationaltrainer Morne Laubscher. „Ich bin sehr zufrieden mit der Zusammenstellung des Kaders.“

In dem recht unerfahrenen DRV-Team stehen mit Katalina Bechtel, Michelle Henninger und Tamara Link nur noch drei Spielerinnen, die bereits im vergangenen Jahr bei der EM dabei waren. Bechtel allerdings hatte in dieser Saison allerdings schon einen starken Eindruck im A-Kader bei der Europameisterschaft hinterlassen. „Sie wird Ruhe und Abgeklärtheit bringen“, erhofft sich Laubscher. Als Kapitänin wird die Kölnerin Hille Janssen die DRV-Auswahl auf das Feld führen.

Diesen Kader hat Nationaltrainer Laubscher für die EM in Jarocin (POL) nominiert:

Heidelberger RK: Johanna Alfs, Sophie Hacker
TSV Handschuhsheim: Katalina Bechtel, Martha Roether
RG Heidelberg: Michelle Henninger
RSV Köln: Hille Janssen
RK Heusenstamm: Tamara Link
FC St. Pauli: Noemi Zohra Lück
TuS Fürstenfeldbruck: Laura Lipp
Würzburger RK: Marieke Böhme
TSV Nürnberg: Rosa Ehlert
VfB Rugby Ulm/Bamberg: Rebekka Held

In der Vorrunde am 31. August bekommen es die deutschen Junioren um 10.22 Uhr (CET) zunächst mit den Vorjahres-Achten aus Portugal zu tun. Dann wartet um 13.40 Uhr mit Frankreich der Titelverteidiger, gegen den man in der Vorrunde 2018 deutlich das Nachsehen hatte. Abschließend geht es um 16.36 Uhr gegen Aufsteiger Tschechien.

„Ich denke, Portugal und Tschechien sind absolut in unserer Reichweite, sodass wir als Ziel in jedem Fall wieder das Cup-Viertelfinale ausgeben“, sagt Coach Laubscher. „Portugal hat schnelle und sehr bewegliche Spielerinnen, während Tschechien im Gegenteil vermutlich eher physisch agieren wird. Aber im Rugby ist kein Team unschlagbar. Und so gehen wir auch gegen Frankreich ins Spiel, auch wenn wir wissen, dass das ein ganz harter Brocken ist und wir uns auf einen Kampf einstellen müssen. Insgesamt bin ich mit diesem Team ganz zuversichtlich, wieder eine gute EM spielen zu können.“