Am kommenden Wochenende (28./29. April) startet der weibliche U18-Nachwuchs des Deutschen Rugby-Verbandes im französischen Vichy im Turnier um die Europameisterschaft, dass diesmal auch als Qualifikation zu den Youth Olympic Games zählt. Als Aufsteiger ins europäische Oberhaus geht Deutschland als einer der Außenseiter ins Rennen, hat sich jedoch ein ambitioniertes Team gesetzt, wie Nationaltrainer Morne Laubscher sagt.

„Wir haben ein sehr junges Team“, weiß der Coach. „Es sind nur noch vier Spielerinnen dabei, die im letzten Jahr in Andorra die B-Europameisterschaft gewonnen haben. Acht Spielerinnen sind aus dem 2001er-Jahrgang neu dabei. Aber wir wollen dennoch ins Cup-Viertelfinale, müssten dafür mindestens zwei der drei Spiele in der Gruppenphase gewinnen.“

Der Fokus des an Rang zehn gesetzten deutschen Teams liegt dabei zunächst auf dem Auftaktspiel gegen Italien. „Im Prinzip wissen wir kaum etwas über den Gegner. Für uns wird es wichtig sein, mit einem starken Teamgeist ins Turnier zu gehen. Die Vorbereitung war gut, besser als im letzten Jahr, wir hatten mehr gemeinsame Lehrgänge. Da haben wir vor allem daran gearbeitet, alle Abläufe schneller zu machen. Wenn wir hart arbeiten und uns an unserer Struktur halten, dann kann praktisch alles passieren. Ich bin sehr positiv gestimmt. Die Vorfreude auf diese große Herausforderung ist groß.“ Der zweite Gegner ist mit den an zwei gesetzten Französinnen einer der Topfavoriten im Turnier, bevor es zum Abschluss gegen Mitaufsteiger Ukraine geht.

Für das EM-Turnier hat Nationaltrainer Morne Laubscher folgenden Kader nominiert:

Heidelberger RK: Azucena Stelzer
TSV Handschuhsheim: Kathalina Bechtel
RG Heidelberg: Michelle Henninger
FC St. Pauli: Joline Kersten
SC Germania List: Gesine Adler, Astrid Hamann
RU Marburg: Antonia Nußbaumer
RK Heusenstamm: Tamara Link
Berliner RC: Tuana Hirschberg
RFC Dortmund: Maike Drewenskus, Mara-Laureen Krause
RC Rottweil: Bettina Schamota 

Auf Abruf: Mary Dixon