Nach den U18-Juniorinnen des Deutschen Rugby-Verbandes greift am 5. und 6. Mai im litauischen Panevezys auch der männliche Rugby-Nachwuchs im Rahmen der 7er-Europameisterschaft zum ovalen Ball. Auch hier hat die sportliche Leitung trotz einer schwierigen Vorrundengruppe das Cup-Viertelfinale als Ziel ausgegeben.

„Wir haben uns bestmöglich auf das EM-Turnier vorbereitet, auch wenn wir das Pensum zuletzt ein wenig herunterschrauben mussten. Einige Spieler haben zuletzt viel gespielt, und dazu kommt derzeit bei dem einen oder anderen Abitur- beziehungsweise Klausuren-Stress“, erklärt Coach Max Pietrek. „Wir haben aber zum Beispiel mit einem starken Team ein sehr gutes Turnier in Namibia absolviert und hatten gute und wichtige Lehrgänge, wo wir zuletzt noch einmal an den wichtigen Basics gearbeitet haben sowie nochmals einige taktische Themen abrufen konnten.“

Die direkte Vorbereitung auf die EM startet am 2. Mai mit einem letzten Lehrgang in Heidelberg, bevor es losgeht in Richtung Litauen. „Leider werden wir das komplette Team erst am Freitagabend in Litauen beisammenhaben“, so Pietrek.

Dort hat man es schon in der Vorrunde mit namhaften Gegnern zu tun. Zum Auftakt geht es gegen Rumänien, anschließend gegen den Vize-Europameister des Vorjahres aus Frankreich. Zum Abschluss hat man dann noch die Ukraine vor der Brust. „Wir denken ganz klassisch von Spiel zu Spiel“, so Pietrek. „Letztes Jahr sind wir denkbar knapp am Einzug ins Viertelfinale gescheitert. Diesmal haben wir uns dieses Ziel erneut gesetzt, und wir denken, dass es mit diesem Kader zwar ein hoch gestecktes aber durchaus auch ein realistisches ist. Aber das übergeordnete Ziel bleibt, dass wir die Jungs gut auf den Herren-Bereich vorbereiten, sie so gut wie möglich auf das Spielsystem von Bundestrainer Vuyo Zangqa vorbereiten und ihnen so einen runden und leichten Übergang zu den Herren ermöglichen. Das ist uns in den letzten Jahren ga gut gelungen.“

Für das EM-Turnier hat Nationaltrainer Max Pietrek folgenden Kader nominiert:
RG Heidelberg: Wolfram Hacker, Simon Rosbach, Benedikt Spieß
TSV Handschuhsheim: Dustin Innorcia
VFR Döhren: Justin Renc
Berliner RC: Anton Gleitze, Philip Gleitze, Felix Burisch, Francisco Arruda
SC 1880 Frankfurt: Luis Diel, Oliver Stein
USAP Perpignan (FRA): Viktor Meier

Auf Abruf: Justus Jäger (RG Heidelberg), Philipp Frauenfeld, Johann Schymanski (TSV Handschuhsheim)