Die deutsche 7er-Rugbynationalmannschaft der Frauen hat mit dem Turniersieg beim  ersten von zwei Turnieren der Rugby Europe Women’s Sevens Trophy in Budapest (HUN) einen wichtigen Schritt in Richtung des direkten Wiederaufstiegs in die Grand Prix Series getan. Dieser wäre zudem gleichbedeutend mit einem Startplatz beim Olympia-Qualifikationsturnier im Juni im russischen Kazan. Im Finale von Budapest besiegte die über das gesamte Turnier ungeschlagene DRV-Auswahl das Team aus Rumänien mit 20:7 (15:0).

Beide Coaches, sowohl Max Pietrek als auch Rafael Pyrasch, zeigten sich ausgesprochen zufrieden von der Leistung des Teams: „Wir sind natürlich happy mit dem Ergebnis. Erster Platz: Das ist eine perfekte Ausgangsposition für unser Ziel, den direkten Wiederaufstieg. Die Mädels haben eine gute Performancekurve gezeigt, haben sich in den letzten sechs Wochen kontinuierlich gesteigert und setzen die Vorgaben sehr gut um. Insgesamt war es ein starkes Turnier, auch wenn wir im Finale etwas nervös waren, und da sogar noch etwas mehr möglich gewesen wäre.“

Trotzdem legte das Team im Endspiel einen Start nach Maß hin, führte nach nicht mal einer Minute bereits mit 5:0 durch einen Versuch von Johanna Hacker. Die Nervosität allerdings zeigte sich in viele ungenauen Pässen, die es verhinderten, dass man die Führung schon früher hätte ausbauen können. Doch kurz vor der Halbzeit legten Annika Nowotny und erneut Hacker noch zwei Versuche zum 15:0 nach. Kurz nach Wiederanpfiff machte dann Gesine Adler, die schon am Boden war, den Ball dann aber doch noch ins Malfeld trug, den Sack praktisch zu. Rumänien griff zwar gefällig an, biss sich allerdings an der guten deutschen Verteidigung ein ums andere Mal die Zähne aus. So gelang erst in der 14. Minute der erhöhte Ehrenversuch zum 20:7-Endstand.

Zuvor hatte die DRV-Auswahl auch das Viertel- und das Halbfinale so souverän gewonnen wie am Vortag alle Spiele der Vorrunde. Im Viertelfinale hatte man die Türkei mit 33:0 (5:0) ausgeschaltet, im Halbfinale dann Finnland kontrolliert mit 25:5 (15:0) geschlagen.

Schon der Vorrunde hatte man mit drei klaren Siegen deutlich gemacht, dass der Sieg in Budapest wohl nur über die deutsche Mannschaft gehen würde. Zum Auftakt stotterte der Motor noch etwas, dennoch wurde die Türkei mit 17:5 (12:0) bezwungen. Der in allen Belangen unterlegenen Schweiz erteilte man anschließend mit 55:0 (35:0) quasi eine Lehrstunde, bevor man im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg die mitfavorisierten und später drittplatzierten Tschechinnen deutlich mit 31:0 (17:0) bezwang.

Auch die Ergebnisse der Teams, die man zum Favoritenkreis zählte, spielten in die Karten der DRV-Auswahl. Schweden „patzte“ im Viertelfinale und landete am Ende auf Rang fünf, Tschechien unterlag Rumänien im Halbfinale und belegte Platz drei und Portugal wurde gar „nur“ Siebter.

Abschlussklassement und Gesamtranking nach dem ersten Turnier:
1. Deutschland (20 Punkte), 2. Rumänien (18), 3. Tschechien (16), 4. Finnland (14), 5. Schweden (12), 6. Norwegen (10), 7. Portugal (8), 8. Türkei (6), 9. Ungarn (4), 10. Georgien (3), 11. Schweiz (2), 12. Israel (1)