Die 7er-Frauen des Deutschen Rugby-Verbandes bleiben klar auf Kurs Wiederaufstieg in die Grand Prix Series! Nach dem Turniersieg in Budapest (HUN) hat das Team um die Coaches Rafael Pyrasch, Max Pietrek und Svetlana Hess an die dort gezeigten Leistungen angeknüpft und auch in Lissabon (POR) die Vorrunde als ungeschlagener Gruppenerster abgeschlossen. Im Viertelfinale wartet nun um 10 Uhr erneut Norwegen, das in der Vorrunde bereits klar besiegt wurde.

Ins Auftaktmatch gegen Israel fanden die deutschen Frauen nicht so richtig den Weg. Es gab viele Chancen, die nicht genutzt wurden, insgesamt zu wenig Ballbesitz und kleinere Fehler. „Für ein erstes Spiel war das aber okay“, konstatierte Max Pietrek nach dem 22:5-Sieg, den Lea Predikant, Katja Höger, Lisa Naumann und Laura Schwinn sicherstellten.

Gegen die Gastgeberinnen aus Portugal, die eine starke Leistung boten, tat man sich aber schwer. Es entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem Portugal gleich die erste Angriffsserie mit einem Versuch abschloss. (1.). Gesine Adler allerdings drehte das Spiel mit ihrem von Laura Schwinn erhöhten Versuch in eine 7:5-Halbzeitführung. Es blieb eine enge Geschichte, und wieder war es Portugal, das spät im zweiten Durchgang vorlegte und mit 12:7 in Führung ging und so Druck aufbaute. Doch in der Schlussminute war es Steffi Gruber, die mit ihrem Versuch das Ergebnis ausglich. Für den Sieg musste die Erhöhung gut sein – und Laura Schwinn ließ sich nicht zweimal bitten und sicherte den knappen 14:12-Sieg.

Auch im dritten und letzten Gruppenspiel gegen Norwegen lief nicht alles glatt. Zwar zeigte das deutsche Team, das viel wechselte und verschiedene Formationen ausprobierte, eine deutlich reifere Spielanlage, doch es tat sich gegen die leidenschaftlich dagegenhaltende Skandinavierinnen durchaus schwer. Früh machte die DRV-Auswahl viel Druck und legte durch Katalina Bechtel den ersten Versuch (2.). Katharina Epp besorgte noch vor der Pause den verdienten 10:0-Vorsprung. Doch auch trotz der beruhigenden Führung und dem insgesamt besseren Spiel konnte eben das nicht in eine klarere Führung umgemünzt werden. Stattdessen machte Norwegen es mit einem umjubelten Versuch inklusive Erhöhung in der 10. Minute noch mal spannend. Doch dann drehte Deutschland noch mal auf und machte durch den erhöhten Versuch von Laura Schwinn und den von Steffi Gruber kurz vor Schluss zum 22:5 alles klar.

„Wir hatten erwartet, dass die Gegner besser auf uns eingestellt sein werden als beim ersten Turnier, und das war auch so“, hieß es vom Trainerteam. „Aber wir konnten vor allem im dritten Spiel wieder viel ausprobieren, die Spielzeiten gut managen. Alle Spielerinnen sind fit und happy nach diesem guten ersten Tag, auch wenn es schwerer war als noch vor zwei Wochen.“