Der deutsche Rugbysport trauert um Karl-Heinrich Barkhof, der am 2. Februar 2019 wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag verstorben ist.

Karl-Heinrich Barkhof ist am 22. Januar 1929 in Hannover geboren und war im Rugbysport auf allen Ebenen aktiv. Zusammen mit etlichen Rugbyfreunden verließ er den heute nicht mehr existierenden VfV Hainholz und war Mitbegründer der Rugby-Abteilung im Nordstädter Turn-Verein, die er gemeinsam mit seinem Freund Willi Eckert jahrzehntelang leitete. Der Erste-Reihe-Stürmer war im Vereinsleben besonders rührig und organisierte zur Zufriedenheit seiner Kameraden Stiftungsfeste, den traditionellen Preisskat und die NTV-Jubiläen zum 75-jährigen Bestehen 1984 und zum 100. Vereinsgeburtstag im Jahr 2009.

Im Niedersächsischen Rugby-Verband (NRV) engagierte sich Karl-Heinrich Barkhof als Kassenrevisor und Mitglied des Schiedsgerichts, ehe der gelernte Kaufmann bis zum Eintritt in den beruflichen Ruhestand 1991 erster hauptberuflicher Jugendsekretär der Deutschen Rugby-Jugend (DRJ) war. Der präzise arbeitende und stets kostenbewusst denkende Karl-Heinrich Barkhof erwarb seinen Spitznamen „Kohlen-Kalle“ dadurch, dass er als Schatzmeister des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) zwischen 1986 und 2000 stets dafür sorgte, dass der Verband alle sportlichen Maßnahmen durchführen und alle Rechnungen zahlen konnte. Als Barkhof vom Deutschen Rugby-Tag 2000 einstimmig in das Ehrenpräsidium des DRV gewählt wurde, bescheinigte ihm DRV-Präsident Ian Rawcliffe, dass „der Verein unter deiner Finanzführung nie einen Pfennig zu wenig besessen hat“. Als Ehrenmitglied gehörte der Verstorbene von 2002 bis 2004 einer Finanzkommission an, die die Verhältnisse des DRV klärte und bereinigte.

Karl-Heinrich Barkhof hinterlässt seinen Sohn Dirk mit Ehefrau Kirsten sowie die Enkel Fynn und Kim Fiona. Der Deutsche Rugby-Verband hat einen treuen Freund verloren. (Text: CPB)