Der deutsche Rugbysport trauert um Manfred Hofmann, der am 12. Januar 2020 im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Hofmann war unter anderem langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Rugby-Jugend und des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg.

Zeit seines Lebens hat Manfred Hofmann (Foto: Pfeifer) nach Talenten im Schulsport gefahndet,
und wenn er sie gefunden hatte, war es ihm ein Vergnügen, sie zu fördern und in die Hände versierter Trainer zu geben, die sie zu Spitzensportlern entwickelten. Michi Peter, Hockey-Olympiasieger von 1972, war sein größter „Sohn“, und im Rugbyspiel, seiner letzten großen Liebe, hat er mit Philip Baier, Jörg Frauenfeld, Christian Gottermeier, Serge Schüssler, Oliver Stock, Steffen Thier und Christopher Weselek Nationalspieler hervorgebracht. Bodo Sieber war sogar Rugby-Meister im Weltmeisterland Südafrika. Weselek ist heute Bundesliga-Trainer in Handschuhsheim, Stock und Thier sind Teamärzte der deutschen Nationalmannschaft.

Dem Rugby diente Manfred Hofmann 15 Jahre lang als Schulbeauftragter der Deutschen Rugby-Jugend und des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg, ehe er von 2005 bis 2007 RBW-Jugendwart war. Die Aufnahme des Rugbyspiels in „Jugend trainiert für Olympia“ und der Aufbau der deutschen Schulrugby-Meisterschaften waren sein Werk. Bis zuletzt wirkte er als Richter im RBW-Schiedsgericht.