Der Deutsche Rugby-Verband war mit gleich zwei Nationalteams bei den Stanislas Sevens im französischen Nancy vertreten. Bei beiden Teams stand die Entwicklung im Vordergrund, beide hatten sehr junge Spielerinnen und Spieler dabei sowie einige Langzeitverletzte, die wichtige Spielpraxis sammeln konnten. Am Ende stand für das Development-Team der Männer ein elfter Platz und für die DRV-7er-Frauen ein fünfter. Beide Auswahlen reisen direkt weiter nach Paris, wo ab Dienstag die Centrale 7s ausgetragen werden.

Die deutschen 7er-Rugbyfrauen haben die Stanislas Sevens 2018 auf einem guten fünften Platz beendet. Die junge Auswahl von Nationaltrainer Melvine Smith hatte sich in der Vorrunde mit zwei Siegen gegen Israel (15:7) und gegen das französische Team Montauban Rugby 7s (22:5) und einer Niederlage gegen das schwedische Nationalteam (5:17) einen Platz im Viertelfinale gesichert.

Dort unterlag man erneut dem schwedischen A-Team – diesmal mit 0:24. „Wir haben wieder gute Sachen gemacht, gute Läufe offensiv, das System hat gut geklappt. Aber uns fehlte das Finishing“, analysierte Coach Smith. Anschließend qualifizierte sich das Team, in dem fortan die jungen Spielerinnen mehr Spielzeit und die Stammkräfte mehr Pausen bekommen sollten, mit einem klaren 24:0 gegen Israel für das Spiel um Platz fünf. Dort stand man erneut Schweden gegenüber, aber diesmal dem zweiten Anzug des Verbandes. In einer attraktiven Partie stand es nach regulärer Spielzeit noch unentschieden. Doch dank eines „Goilden Try“ von Johanna Hacker ging der Sieg schlussendlich an die deutsche Auswahl.

Nationaltrainer Melvine Smith: „Ein fünfter Platz – das war wichtig für uns, weil wir gezeigt haben, dass wir auch mit einem so jungen Team Spiele gewinnen können. Die Mädels haben hier in Nacy sehr viel gelernt. Das war das Ziel, dafür sind solche Turniere. Für uns ist das ein gutes Ergebnis, und wir nehmen viel Positives mit nach Paris, wo am Dienstag die Centrale Sevens starten.“

Das Development-Team der deutschen 7er-Rugbymänner lief bei den Stanislas Sevens in nancy am Ende auf dem elften Platz ein. Dabei gelang im abschließenden Platzierungsspiel mit 15:7 die Revanche gegen die Departement-Auswahl Ain Team Rugby 7s, gegen die man zum Turnierauftakt noch mit 5:15 verloren hatte. Am ersten Turniertag hatte man zudem einen 36:7-Erfolg gegen eine U23 aus der Bourgogne verbucht, war dann aber im Achtelfinale am Team Les Bleus Sevens gescheitert (17:31).

Die zweite Garde des DRV 7er-Programms startete erfolgreich in den zweiten Turniertag, fertigte das Team NEO 7s mit 38:7 ab und strebte den Gewinn der Challenge Trophy (Rang neun) an. Doch dieses Ziel wurde verpasst, als man gegen das Team Rugby 7 Périgord mit 19:26 unterlegen war. Immerhin schloss man das Turnier mit einem Sieg ab, sodass man mit einem guten Gefühl zu den Centrale Sevens nach Paris reist, wo man – wie die Frauen – ab Dienstag auflaufen wird.

„Am Ende des Tages sind wir happy“, sagten die Trainer max Pietrek und Rafael Pyrasch unisono. „Wir konnten den Tag mit einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum Vortag beenden. Es war gut zu sehen, dass die Mannschaft die Angriffstaktik sehr gut umgesetzt hat. Wir waren schnell auf den Beinen und waren gut in der Unterstützung. Natürlich müssen wir für Paris noch einige Dinge verbessern, aber die Jungs haben schon eine gute Schippe draufgelegt. Da wollen wir in Paris anknüpfen und das Spielsystem des Topteams weiter umsetzen und einschleifen.“ Als besonders erfreulich bzeichneten die Coaches die Leistung der jungen Spieler im Team. „Die spielen mit viel Leidenschaft. Und auch die Rekonvaleszenten haben hier gut performt. Wir gehen nach diesem Turnier gut vorbereitet auf die Reise nach Paris.“