Das Development Team des Deutschen Rugby-Verbandes hat bei den Howard Hinton Sevens im französischen Tour einen sehr soliden Start hingelegt. Am Freitagabend gelang zunächst ein 24:12 (14:0) gegen das Team des französischen Militärs. Später setzte sich das Perspektivteam auch noch gegen die Spered Sevens aus der Region um Rennes mit 14:7 (14:0) durch. Morgen geht es erst um 16.20 Uhr mit dem letzten Vorrundenspiel gegen eine Baskenland-Auswahl weiter. Zuvor greifen in Tours aber die U18-Junioren schon zum Ball – erstmals um 10.25 Uhr.

Das deutsche Team hatte im ersten Spiel des Turniers zwar von Beginn an deutlich mehr Ballbesitz als das Team France Militaire, tat sich jedoch zunächst noch schwer, die Lücke zu finden. Und wenn man mal durch die Abwehr der Franzosen geschlüpft war, klappte der Offload schon mal nicht – etwa als Leon Hees auf Joshua Tasche ablegen wollte. Doch die DRV-Jungs blieben geduldig und wurden dann auch belohnt. Leon Hees war in der Mitte durchgebrochen und legte unter den Stangen zum ersten Versuch ab, den Daniel Koch auch sicher erhöhte.Und schon kurz danach verbuchte Robert Haase seinen ersten Versuch – ebenfalls von Koch erhöht – zum verdienten 14:0-Pausenstand. Auch im zweiten Durchgang war das deutsche Team gut im Spiel, musste nach einem flach gekickten Ball aber zunächst den ersten erhöhten Gegenversuch hinnehmen. Doch man blieb bei seinem Spiel, Leon Hees gab den Ball auf die linke Seite, wo Robert Haase einen langen Sprint anzog, der erst unter den Stangen endete. Koch vergab diesmal die schwierige Erhöhung von außen, war es dann aber selbst, der einen nach vorn gekickten Ball erlief und die Vorentscheidung markierte, auch wenn er erneut den Erhöhungskick vergab. Die Franzosen verkürzten zwar kurz vor Schluss noch einmal auf 12:24, was allerdings nicht mehr als Ergebniskosmetik war.

Gegen die Bretonen von Spered Sevens war es ein völlig anderes Spiel. Diesmal wurden die DRV-Mannen vor allem defensiv gefordert, nachdem Jarrod Saul und Daniel Koch früh für eine 7:0-Führung gesorgt hatten. Die Gegner waren danach lange im Vorwärtsgang, konnten die aufmerksame deutsche Abwehr allerdings nicht überwinden. Stattdessen legte Robert Haase nach einem Sprint über die rechte Seite den zweiten von Koch erhöhten Versuch nach. Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich Spered Sevens als Team mit sehr agilen Angreifern. Die erschöpften sich jedoch zumeist in Einzelaktionen, die oft im deutschen Tackling endeten. Nur einmal gelang ein Offload durch die Mitte und ein Sprint, der nicht mehr aufzuhalten war, sodass die Franzosen verkürzen konnten. Weil die Deutschen danach nichts mehr zuließen, aber selbst auch nur noch wenig Ballbesitz hatten, blieb es beim 14:7.