Der Deutsche Rugby-Verband hat nach Vorgaben des Potenzialanalysesystems des DOSB (PotAS) die Position des Funktionstrainers Wissenschaft mit dem Berliner Ralf Iwan besetzt (Bildmitte). In dieser Funktion soll er den DRV vor allem im strukturell-strategischen Bereich unterstützen, neue, sportwissenschaftlich fundierte Konzepte entwickeln und bestehende weiterentwickeln. Die Position ist zu 100 Prozent aus Bundesmitteln finanziert.

Ralf Iwan wird in dieser Funktion unter anderem eng zusammenarbeiten mit Elsa Häberlein, die im DRV ein ähnliches Aufgabengebiet hat, sich dabei allerdings vor allem um den technischen und analytischen Part kümmert.

„Wir freuen uns, dass sich mit Ralf Iwan jemand auf die Position beworben hat, der bereits große Erfahrung und nachhaltige Erfolge im Aufbau und Management von leistungssportlichen Strukturen vorweisen kann, der sich für Rugby begeistert und der sich zudem schon zuvor in anderer Funktion für diese Sportart engagiert hat“, so DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Zudem ist er sowohl national wie auch international hervorragend vernetzt.“

Berufliche Stationen des ehemalige Zehnkämpfers und olympischen Leichtathletik-Trainers waren unter anderem die Sportakademie ASPIRE in Katar, an der er die Leichathletikabteilung aufgebaut hat, sowie der Deutsche Volleyball-Verband, für den Iwan als Sportdirektor tätig war. Als freiberuflicher Berater hatte der 52-Jährige zuletzt Verbände national wie international im Bereich Organisationsentwicklung beraten.

Die PotAS-Kommission ist Teil des Prozesses der Spitzensportförderung der olympischen Winter- und Sommersportverbände und analysiert die disziplinbezogenen Potenziale der Olympischen Spitzenverbände anhand von transparenten, sportwissenschaftlichen und sportfachlichen Leistungskriterien. Sie liefert damit eine objektive und unabhängige Entscheidungsgrundlage für die nachfolgenden Schritte des Förderverfahrens, den Strukturgesprächen mit den Spitzenverbänden und der Sitzung der Förderkommission.