U18-7er-EM: DRV-Juniorinnen Trophy-Zweite / Junioren Sechste in Championship

U18-7er-EM: DRV-Juniorinnen Trophy-Zweite / Junioren Sechste in Championship

Die deutschen U18-Nachwuchsteams haben haben bei den 7er-Europameisterschaften im polnischen Danzig ihre jeweiligen Turniere unterschiedlich erfolgreich abgeschlossen. Während sich die Juniorinnen in der Rugby Europe Trophy bis auf Rang zwei vorspielten, was aufgrund der Corona-Pandemie allerdings keinen Aufstieg in die Championship mit sich brachte, sind die DRV-Junioren mit Rang sechs in der höchsten europäischen Spielklasse etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.
 
Dabei hatten die "Jung-Wölfe" einen vor allem spielerisch sehr ordentlichen ersten Turniertag hingelegt und sind mit zwei Siegen ohne Gegenversuch gegen Polen (26:0) und Litauen (31:0) ins Turnier gestartet. Im letzten Vorrundenspiel gegen den alles überragenden Topfavoriten und späteren U18-Europameister Frankreich musste man mit 0:42 auch Lehrgeld zahlen.
 
Am zweiten Tag startete man gegen Belgien ins Viertelfinale. Dort konnte man taktisch nicht alle Vorgaben umsetzen und hatte im Spielverlauf nach zwei Gelben Karten phasenweise sogar in doppelten Unterzahl gespielt. Am Ende unterlag man in einem dennoch engen Spiel unglücklich mit 5:12. Im Halbfinale um die Plätze 5 bis 8 zeigte man sich gegen Litauen wieder verbessert und gewann am Ende trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle mit 24:5. Im Abschließenden Spiel um Platz fünf gegen physisch starke Polen, in dem das deutsche Team personell so angeschlagen war, dass es nicht mehr auswechseln konnte, unterlag man erneut ebenso knapp wie unglücklich mit 12:15 und musste sich schlussendlich mit Rang fünf zufrieden geben.
 
"Man hat deutlich gesehen, dass wir physisch eher im hinterebn Bereich der Konkurrenz anzusiedeln waren, aber spielerisch haben wir sehr gute Ansätze gezeigt, auf die man absolut aufbauen kann", analysierte Nationaltrainer Jan Ceselka. Und Clemens von Grumbkow, Co-Trainer der 7er-Männer, ergänzte: "Am Ende war es im Großen und Ganzen sicher etwas enttäuschend, vor allem, weil man das Viertelfinale gegen Belgien auch hätte gewinnen können, und dann wäre im Halbfinale gegen Russland auch etwas drin gewesen. Die Finalteilnahme war also durchaus im Bereich des Möglichen." Man habe Jungs gesehen, die das Potenzial haben, sich auch auf höherem Level behaupten zu können, aber auch, dass vor allem im physischen Bereich noch viel Arbeit vor den Jungs liege.
 
U18-Juniorinnen sehr zufrieden mit Trophy-Rang zwei
 
"Das war eine beeindruckende Teamleistung. Rang zwei bei einer EM, das spricht absolut für sich", kommentierte Trainerin Nina Gras das Abschneiden ihres neu formierten Juniorinnen-Teams. "Die jungen Frauen haben in kürzester Zeit und von der ersten Einheit an hart gearbeitet, um das Spielsystem umzusetzen und ein Team zu formen. Das Fazit für dieses Turnier lautet: fantastisch!"
 
Am ersten Turniertag setzte das Team trotz heißer Temperaturen in Danzig das Spielsystem konsequent um und legte einen Turnierstart nach Maß hin. Mit solider Verteidigungsarbeit und einer effektiven Offensive gelangen in drei Spielen drei souveräne Siege gegen Ungarn (25:5), die Türkei (36:5) und Lettland (39:5). Dabei habe sich das Team von Spiel zu Spiel merklich weiterentwickelt und das Spielsystem immer besser umgesetzt, konstatierte Trainerin Nina Gras. "Wir haben von Anfang an unser Turnier gespielt."
 
Am zweiten Turniertag machte man im vierten Spiel der Round Robin gegen Litauen dort weiter, wo man am ersten Tag aufgehört hatte. Das 45:0 war in jeder Hinsicht und auch in dieser Höhe hochverdient. Dann stand das vermeintliche "Endspiel" um den Turniersieg gegen Polen an. "Das war ein sehr spannendes und physisch durchaus hartes Spiel auf Augenhöhe, wie man es sich wünscht. Für solche Spiele machen wir diesen Sport", so Nina Gras. Es ging hin und her, es war wieder eine starke Leistung von uns, auch wenn wir etwas mehr im Spielsystem hätten bleiben können." Am Ende unterlag das DRV-Team knapp mit 5:12.
 
Im abschließenden Spiel gegen Schweden waren die deutschen Juniorinnen aber wieder voll konzentriert und sorgten mit einem souveränen 29:5 für einen positiven Abschluss des Turniers, das man als Zweiter abschloss. Da Rugby Europe aufgrund der Corona-Pandemie einen Aufstieg in die Championship für diese Saison ausgeschlossen hatte, wird das deutsche Team auch im kommenden Jahr in der Trophy antreten.