Schwarze Adler wollen in Polen nachlegen
Gerade im Sturmspiel werden die Schwarzen Adler in Polen mehr Gegenwehr zu erwarten haben als zuletzt in Litauen. (Foto: Tubkas / Rugby Europe)

Schwarze Adler wollen in Polen nachlegen

Am kommenden Samstag, den 13. November, steht fĂŒr die deutsche 15er-Rugbynationalmannschaft der MĂ€nner das zweite Saisonspiel in der Rugby Europe Trophy an. Im Narodowy Stadion von Gdynia trifft das Team von Nationaltrainer Mark Kuhlmann nach dem ĂŒberzeugenden Auftaktsieg in Litauen um 15 Uhr erneut auswĂ€rts auf Polen. Die Schwarzen Adler, die das letzte Duell vor der Pandemie-Pause im November 2019 im polnischen Lodz ĂŒberraschend deutlich mit 35:15 gewonnen hatten, erwarten diesmal einen „heißen Tanz“.
 
Das Trainerteam hat sich die Auftaktpartie der Polen in der Ukraine angeschaut, dass sie knapp mit 27:24 hatten gewinnen können. „Polen ist sicher stĂ€rker einzuschĂ€tzen als unser letzter Gegner Litauen, vor allem ihr Sturmspiel“, so die klare EinschĂ€tzung von Coach Mark Kuhlmann. „Ich erwarte daher ein sehr taktisches Spiel mit vielen Kicks, und sie werden versuchen, uns mit ihrem Sturm und ihrem starken Paket unter Druck zu setzen. Sie haben das letzte Duell gegen uns verloren und werden das wiedergutmachen wollen.“
 
Personell hat sich die Situation fĂŒr die Schwarzen Adler des DRV noch mal zugespitzt. Wie schon im Spiel gegen Litauen stehen Pierre Mathurin (Knie), Tim Biniak (Fuß), Antony Dickinson (RĂŒcken), Nikolai Klewinghaus (Knöchel) und Luke Wakefield (Knöchel) erneut nicht zur VerfĂŒgung. Dazu fehlen diesmal noch Samy FĂŒchsel und Oliver Stein, die als Coach beziehungsweise als Spieler mit der deutschen U20 bei der EM in Coimbra (POR) sind. Zani Dembele muss fĂŒr seinen französischen Verein auflaufen. Und auch der gesundheitlich angeschlagene Mick Burisch sowie Tim Schiffers, der sich das Schienbein gebrochen hat, können in Gdynia nicht mitwirken.
 
„Das ist in dieser Phase der Saison ja nicht ungewöhnlich. Die Jungs haben jetzt in relativ kurzer Zeit etwa zehn Saisonspiele absolviert, da muss man einfach mit Verletzungen rechnen“, konstatiert Coach Mark Kuhlmann. „Wir haben aber einen recht großen Pool an Spielern, die wir im Blick haben. Von daher werden wir auch gegen Polen ein schlagkrĂ€ftiges Team aufbieten können.“ Neu im Team im Vergleich zum Litauen-Spiel sind der in Italien geborene Prop Giuseppe Piano vom RK Heusenstamm, der irisch-stĂ€mmige „Achter“ Matthew Flynn vom SC Neuenheim, Frankfurts Jens Listmann fĂŒr die zweite Sturmreihe, Dreiviertelspieler Philip Gleitze vom Berliner RC sowie der kickstarke Italiener Edo Stella, der vermutlich als Schluss auflaufen wird.
 
Ich denke, dass wir im Sturm den Polen gut Paroli bieten können. Wir haben da auch einige große Jungs mit Erfahrung, und in der Hintermannschaft sehe ich uns sogar ein wenig besser aufgestellt“, schĂ€tzt Kuhlmann ein. „Wenn wir unser Potenzial abrufen, wieder gut in Gasse und GedrĂ€nge agieren, dann haben wir genug Power, um in Gdynia, wo wir diesmal allerdings auf Kunstrasen spielen werden, auch zu bestehen. Es wird aber ein heißer Tanz werden, wo wir möglichst jede Chance auf Punkte auch nutzen mĂŒssen.“
 
Folgenden Kader hat das Trainerteam also fĂŒr das Spiel in der Rugby Europe Trophy im polnischen Gdynia nominiert:
 
SC Neuenheim: Alexander Biskupek, Matthew Flynn, Timo Vollenkemper, Robert Lehmann, Oliver Paine, Felix Lammers, Leo Becker
RK Heusenstamm: Giuseppe Piano, Tobias Apelt
TSV Handschuhsheim: Paul SchĂŒle, Felix Martel, Justin Renc, Emil SchĂ€fer
SC Frankfurt 1880: Hassan Rayan, Jens Listmann, Leo Wolf, Edo Stella
SC Germania List: Nico Windemuth
DSV Hannover 78: Maximilian Kopp
Berliner RC: Mathis Blume, Anton Gleitze, Philip Gleitze
Heidelberger RK: Jörn Schröder