Das deutsche Rugby trauert um Wolfgang Götsch
(Foto: Verein)

Das deutsche Rugby trauert um Wolfgang Götsch

Die SV Stahl Hennigsdorf und mit ihr der DRV und Rugby-Deutschland trauert um ihren Meistertrainer Wolfgang Götsch, der am 22. April im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
 
Götsch war ein jahrelanges Mitglied in der SV Stahl Hennigsdorf. Er hatte bereits als Zwölfjähriger auf den Bötzower Wiesen mit dem Sport begonnen, danach formte ihn der Hennigsdorfer "Rugby-Vater" Erwin Thiesies zu einer Säule der Mannschaft und zum Nationalspieler. 
 
20 Mal trug Wolfgang Götsch als Aktiver das DDR-Trikot in Länderspielen. Sogar rund 700 Partien bestritt er zwischen 1948 und 1976 für Stahl Hennigsdorf, bis er 1977 von Thiesies auch den Cheftrainerposten der Männermannschaft übernahm. Zehnmal holte er mit den Stahlstädtern bis 1990 die DDR-Meisterschaft, elfmal den Pokal und schaffte nach der Wende den Aufstieg in die 2. und 1. Bundesliga. Auch als Coach der ostdeutschen Juniorenauswahl machte er sich verdient. 1977 wurde er in der DDR als "Meister des Sports" ausgezeichnet.
 
Wolfgang Götsch bleibt nicht nur in Hennigsdorf in Erinnerung als "total fröhlicher Mensch", wie Stahl-Abteilungsleiter Olaf Laetsch erzählt. "Er konnte die Leute mitreißen. Er hat sich bei jeder Feier in die Mitte gestellt und mit uns die alten Rugby-Lieder gesungen. Eine totale Stimmungskanone."

(Quelle: Verein und Märkische Allgemeine)