Gute Nachricht aus England: Die Disziplinarkommission des englischen Verbandes (RFU) hat die Sperre von Justin Melck wieder aufgehoben. Somit könnte der Saracens-Profi am 24. Mai in Hamburg für die DRV XV in dem WM-Qualifikationsspiel gegen Russland auflaufen. Im Fall Raynor Parkinson hat der DRV dagegen auf einen Protest gegen dessen rote Karte im Spiel gegen die Niederlande verzichtet. Grund: Ein Einspruch gegen die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters hätte nur sehr geringe Aussichten auf Erfolg. Parkinson wurde nach einem gefährlichen Tackle des Platzes verwiesen und hat die Mindeststsperre von zwei Wochen erhalten.

Die Saracens hatten mit ihrem Protest dagegen mehr Erfolg. Der Schiedsrichter hatte Justin Melck im Spiel bei der 27:31-Niederlage seines Klubs gegen Leicester am vergangenen Samstag nach Beratungen mit dem Linienrichter die rote Karte gezeigt. Angeblich hätte Melck einem Gegenspieler in die Augen gegriffen (Eye Gouging). Da aber auch Vertreter von Leicester zu Gunsten des DRV-Nationalspielers aussagten und der Schiedsrichter während des Spiels auf den Videobeweis verzichtete, kassierte die RFU-Disziplinarkommission die Entscheidung des Unparteiischen wieder ein.