Das Trainerteam der U16-Nationalmannschaft ist wieder vollständig. Neben Maximilian Bonanno wird nun auch Matias „Gaucho“ Aristarain vom Berliner Rugby Club die Geschicke des DRV-Jugendteams leiten. Mit Aristarain kommt ein erfahrener Rugby-Spieler und -Trainer in das U16-Team. Wir haben mit ihm über seine Person und seine Vorstellungen gesprochen.

Gaucho, kannst du uns ein paar persönliche Dinge zu dir sagen?
Ja, gerne. Mein Name ist Matias Aristarain. Ich bin 41 Jahre alt und komme aus Argentinien. Rugby habe ich im Alter von acht Jahren angefangen. Dabei komme ich selbst aus einer rugbyverrückten Familie. Bei mir haben der Vater, die Onkels, Cousins und mittlerweile auch Neffen erfolgreich Rugby gespielt bzw. spielen noch. Schule und Verein waren immer mit Rugby verbunden. Mein ganzes Leben ist vom Rugby geprägt und stellt mich täglich vor neue Herausforderungen.

Du sagst Rugby hat dich geprägt. Welche verschiedenen Stationen hast du denn durchlaufen?
In Deutschland bin ich A-Lizenz-Trainer, World Rugby Educator und seit elf Jahren ununterbrochen als Trainer beim Berliner Rugby Club tätig. Die Nachwuchs-Nationalmannschaften habe ich in der Vergangenheit als externer Trainer mehrmals in Deutschland und im Ausland auf Einladung der DRJ unterstützt. Ich persönlich bekomme viel Unterstützung vom argentinischen Rugby-Verband. So kann ich meine Arbeit Tag für Tag verbessern und bin immer auf dem neuesten Stand.

Der Trainer einer Nachwuchs-Nationalmannschaft ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Welche Ziele hast du dir gesetzt?
Mein Ziel ist, die Spieler der deutschen Nationalmannschaft zu guten Rugbyspielern zu machen. Gute Rugbyspieler bedeutet für mich nicht nur Taktik, Technik oder auf dem Feld, sondern ein guter Rugbyspieler sollte guter Sohn, guter Bruder, guter Schüler und eine gute Person im Leben sein. Das kann man alles über Rugby vermitteln und schaffen. Das Nebenprodukt davon nennt man Erfolg.

Du hast etwas von Werte vermitteln gesagt. Was bedeutet dir der Rugby-Sport?
Ich will dem Rugby ein wenig zurückgeben von dem, was ich im Leben bekommen habe. Durch Rugby kann man das Leben von Personen in unserer Gesellschaft verändern, und deswegen ist es für mich eine große Verantwortung. Als Nationaltrainer ist diese Verantwortung und Herausforderung noch größer. Ich habe viel Respekt vor Deutschland und liebe seine Leute, die Kultur, die Traditionen und die Sprache. Dieses Land hat mich aufgenommen und mir eine Familie gegeben. Ich werde alles von meiner Seite tun, um Deutschland so gut wie möglich zu repräsentieren.