Die Siegesserie der deutschen 7er-Rugbyherren beim Las Vegas Invitational wurde erst in der Nachspielzeit des Cup-Halbfinals gestoppt. Bis dahin hatte das junge Team von Trainer Chad Shepherd, das einige Perspektivspieler aufbot, ein starkes Turnier gespielt.

Schon am ersten Turniertag wusste die DRV-Auswahl durchaus zu gefallen. Gegen das Team der US Air Force gelang ein nie gefährdeter 43:0-Auftakterfolg. Der zweite Gegner bot zum Teil namhafte Spieler wie etwa die beiden ehemaligen Nationalspieler Samoas beziehungsweise Neuseeland, Elvis Sevealii und Orene Ai’i. Doch das beeindruckte das deutsche Team nicht. Konzentriert zog mal Versuch um Versuch davon und triumphierte am Ende mit 34:12 ebenfalls deutlich.

Auch das Nationalteam der Cayman Islands hatte kein probates Mittel gegen das Spiel des jungen DRV-Teams. Schon zur Pause war der Vorsprung mit 26:7 beachtlich. Am Ende stand mit 38:12 der dritte Sieg in Serie in den Büchern, der zudem den Einzug ins Cup-Halbfinale bedeutete.

Dort wartete mit dem von Siebener-Weltstar Waisele Serevi trainierten Auswahlteam der Turnierfavorit auf die DRV-Mannen. Doch auch gegen die Serevi Selects hielt man hervorragend mit, führte in einem harten Spiel zur Halbzeit sogar mit 5:0 und im späteren Verlauf noch immer mit 12:7. Doch der erfahrene Gegner schloss erneut auf. Noch in der Nachspielzeit stand es 12:12, bis ein erhöhter Versuch mit der letzten Aktion die Partie zugunsten des Favoriten entschied und das deutsche Team erneut den Einzug ins Endspiel im großen Sam Boyd Stadium knapp verpasste.

„Mit dem Abschneiden der Jungs können wir sehr zufrieden sein“, fand auch DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Wenn man am Ende so knapp scheitert, hätte man sich natürlich umso mehr gewünscht, dass es diesen einen Schritt weiter noch gegangen wäre. Aber wir haben ja vor allem den Gesamtkontext im Blick, und da geht es um die Weiterentwicklung des Teams und die Vorbereitung auf die Hong Kong Sevens. Das Feedback des Trainers war sehr positiv, die Mannschaft hätte schnell ins System gefunden und im Turnierverlauf riesige Fortschritte gemacht.“