(16. März 2020)

Liebe Sportkamerad*innen,

angesichts der sich weiter verschärfenden Situation in der COVID-19-Krise werden wir den für den 21. März angesetzten ADRT verschieben. Als neuer Termin ist das Wochenende um den 1. Mai als Ausweichtermin angedacht.

Selbstverständlich werden wir auch bei der Neuansetzung die Entwicklung weiterhin im Auge behalten und die vorhandenen Informationen mit gebotener Sorgfalt abwägen. Eine offizielle Einladung folgt in den kommenden Tagen.

Mit sportlichen Grüßen,
Harald Hees (Präsident), Manuel Wilhelm (Vorstand-Leistungssport & -Vorsitzender) und Jens Poff (Vorstand-Finanzen)

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(14. März 2020)

Liebe Mitglieder,

da sich die Anfragen mittlerweile häufen, möchten wir euch mit diesem Schreiben einige Informationen zum am 21. März ab 11 Uhr in Heidelberg geplanten Außerordentlichen Rugby-Tag (ADRT) geben.

Obgleich die Vorstände des Rugby-Bundesliga-Ausschuss (RBA) und des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) am 11. März die gemeinsame Entscheidung getroffen haben, den vom DRV organisierten Spielbetrieb zunächst auszusetzen, wird zum jetzigen Zeitpunkt am Termin und Tagungsort des ADRT festgehalten. Damit bewegen wir uns im Rahmen der Anordnungen des zuständigen Gesundheitsamt, sollte sich dies ändern oder es beispielsweise zu Einschränkungen der Freizügigkeit innerhalb Deutschlands kommen, werden wir selbstverständlich kurzfristig darauf reagieren.

Um mögliche Infektionsrisiken auf ein Minimum reduzieren, sprechen wir nachfolgend einige Empfehlungen aus bzw. haben folgende Maßnahmen eingeleitet:

Wir empfehlen bei der Anreise auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten.

  • Wir werden die gesamte große Sporthalle des Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar nutzen (ursprünglich wäre ein Hallendrittel mehr als ausreichend gewesen, um die erwartet Anzahl von Vereins- und Landesverbandsvertreter*innen unterzubringen).
  • Bei der Bestuhlung wird auf einen Abstand von mindestens 1,50 m zwischen den Stühlen geachtet.
  • Sämtliche Türen der Sporthalle bleiben geöffnet.
  • An den Eingängen der Sporthalle sowie im Foyer des Olympiasstützpunktes werden Desinfektionsspender aufgestellt.
  • Auf Händeschütteln wird verzichtet.
  • Es wird kein Angebot von offenen Speisen oder Getränken geben (Teilnehmer*innen werden darum gebeten, ihre eigene Verpflegung mitzubringen).
  • Wir bitten die Vereine und Landesverbände, wenn möglich Delegierte mit einem Alter von U65 (und damit außerhalb der definierten Risikogruppe) zu entsenden.
  • Wir bitten Delegierte mit grippeähnlichen Symptomen der Veranstaltung fernzubleiben.
  • Insgesamt möchten wir euch bitten, nach dem Grundsatz „so wenig [Delegierte] wie möglich und so viel [Delegierte] wie nötig“ zu verfahren. D.h., wir empfehlen, Stimmrechte beispielsweise auf die Vertreter der Landesverbände zu übertragen.
  • Die Veranstaltung wird live ins Internet gestreamt, und vor der Abstimmung wird es eine Besprechungspause von ca. 20 Minuten geben. Dies gibt den „Daheimgebliebenen“ die Chance, die Debatte zu verfolgen und den Delegierten die Möglichkeit, sich vor der Stimmabgabe noch einmal abzustimmen, um zu einer gemeinsamen und informierten Entscheidung zu kommen.

Grundsätzlich möchten wir alle Vereine, die sich dazu entscheiden, ihre Stimmen zu übertragen, dazu anhalten, die Delegierten nicht im Vorfeld der Diskussion auf ein Abstimmungsergebnis festzulegen. Es ist uns ein Anliegen, im Diskurs mit euch und in größtmöglicher Transparenz eine Lösung zu erarbeiten, die den Fortbestand unseres Verbandes sichert. Dazu gehört zum einen, dass wir in der Lage sind, die anfallenden Kosten für Verwaltung und Administration adäquat zu bedienen, und auf der anderen Seite darf natürlich auch die Existenz der Vereine durch die Entscheidung nicht gefährdet werden.

Aus aktuellem Anlass wollen wir von den Teilnehmer*innen im Anschluss an die Abstimmung noch ein Meinungsbild zu möglichen Maßnahmen bezüglich des nationalen Spielbetriebes einholen. Dieses Meinungsbild soll den RBA- und DRV-Vorständen als Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Dauer der Aussetzung des Spielbetriebs sowie möglicher Fortführungs- bzw. Wertungszenarien dienen. Dieses Vorgehen entspricht im Übrigen der gängigen Praxis anderer Spitzensportverbände in der aktuellen Situation, wie beispielsweise dem DFB oder DBB. Auch diese Verbände haben außerordentliche Verbandstage einberufen, um für diese Ausnahmesituation gemeinsam mit den betroffenen Vereinen eine möglichst faire, angemessene und praktikable Lösung zu finden.

Wir freuen uns auf einen lebhaften Austausch mit euch und sind überzeugt, dass es uns gelingen wird, das deutsche Rugby gemeinsam wieder auf ein solides Fundament zu stellen.

Sportliche Grüße,

Harald Hees (Präsident), Manuel Wilhelm (Vorstand-Leistungssport & -Vorsitzender) und Jens Poff (Vorstand-Finanzen)