Leipzig. Deutsche 15er Rugby-Nationalmannschaft besiegt Brasilien in Leipzig vor 2.700 Zuschauern mit 36:14. Dritter Sieg der November-Testspielserie „Wild Things“. Trainer-Team plant weitere Verstärkungen für anstehende Europameisterschaft.

Erstmals hat eine deutsche Rugby-Nationalmannschaft alle drei Spiele der traditionellen November-Tesspielserie in Folge gewinnen können. Auf den von vielen Experten als historisch bezeichneten Last-Minute-Sieg gegen Uruguay folgten zwei Siege gegen Brasilien. Insbesondere beim gestrigen Auftritt im Leipziger Bruno-Plache-Stadion zeigte die Mannschaft eine überzeugende Angriffsleistung. Das macht Trainer Kobus Potgieter Mut für die in bereits drei Monaten anstehende Rugby Europe Championship. „Unsere Vorbereitung hätte kaum besser ausfallen können“.

Das gestiegen Interesse am Rugby hierzulande ist deutlich spürbar. Die Verantwortlichen des Deutschen Rugby-Verbandes DRV und der Wild Rugby Academy WRA haben bei der Organisation und Ausführung der auf Wild Things getauften Testspielserie überzeugende Arbeit geleistet. Laut DRV Team-Manager Robert Mohr waren die Wild Things organisatorisch eine riesige Herausforderung für alle Beteiligten. „Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, die Länderspiele der DRV XV auf dieses Niveau zu heben. Durch die größeren Stadien und  die Live-Fernseh-Übertragungen haben wir es geschafft deutlich mehr Aufmerksamkeit auf den Sport zu lenken. Sportlich war dies eine der besten Mannschaften die wir je zusammen hatten.“ Zugleich macht er Hoffnung auf weitere Verbesserung: „Für die Rugby Europe Championship können wir sogar noch mit Verstärkungen für den Kader rechnen.“

Der Deutsche Rugbysport befindet sich dank intensiver Kooperation von Deutschem Rugby-Verband und der Wild Rugby Academy im Aufwind. Mittlerweile belegt das Deutsche 15er Rugby-Team Weltranglistenplatz 24. Die Siege des Deutschen Rugby Teams lösten eine Welle der Begeisterung aus. Neben der Live-Berichterstattung durch Sport1 verfolgte eine Vielzahl von Rugby-Fans weltweit das Geschehen über das Internetradio meinsportradio.de sowie intensiv über die Social Community Kanäle. „Das Feedback belegt die Sympathie für unser Sport sowie das Entwicklungspotenzial hierzulande“, so Verbandpräsident Klaus Blank (DRV). In Übereinstimmung mit der Einschätzung durch die Verantwortlichen des Weltverbandes World Rugby, nennt er das Deutsche Rugby einen „schlafenden Riesen“. Das deutsche 15er Team tut im Moment alles dafür, diesen Erweckungsprozess tatkräftig zu beschleunigen.