Bundestrainer Vuyo Zangqa hatte es bereits am Ende des ersten Tages angekündigt, dass es härter werden würde am Sonntag. Und er sollte Recht behalten. Für das Development-Team der DRV VII kam kein weiterer Sieg mehr dazu, und man beendete das topbesetzte Turnier im englischen Chester auf dem sechsten Platz.

Zangqas Fazit vom ersten Tag war ein positives: Wir hätten Frankreich ein besseres Spiel liefern können, waren aber zu langsam und zu fehlerhaft. Das war gegen Spanien deutlich besser. Da haben wir schnell die Kontrolle übernommen, haben meistens in der spanischen Hälfte gespielt und verdient gewonnen.“ Etwas Pech habe man gegen die USA gehabt, denn man führte noch bis in die Schlussphase, ehe die US-Boys noch einen Versuch zum Ausgleich legten. „Alles in allem ein guter Tag“, bilanzierte der Bundestrainer.

Daran konnte man am Sonntag nicht anknüpfen. Mit England und Irland hatte man die beiden besten Teams vor der Brust. „Wir haben vor allem England viel zu viel Raum und Ballbesitz gelassen, und so war es dann am Ende sehr deutlich.“ Das Wolfpack war nahezu chancenlos und unterlag schlussendlich mit 0:47.

„Gegen Irland haben wir es eigentlich gut gemacht, aber die Iren haben unsere schwächeren Phasen effektiv genutzt“, hatte Zangqa beobachtet. Zinzan Hees und Phil Szczesny hatten zwar Versuche für den DRV gelegt, aber Irland gewann 36:14 und spielte anschließend gegen England um den Turniersieg.

Das deutsche Team traf im Platzierungsspiel noch einmal auf Spanien. „Ich wusste, dass das härter werden würde, aber hatte auch keine Panik davor“, so Coach Zangqa. „Wir haben ordentlich gespielt, konnten den jungen Spielern noch mal Spielzeit geben, das war wichtig.“ Zinzan Hees und Onisimo Seremaia sorgten für zehn deutsche Punkte, Spanien hielt mit 21 dagegen.

Vuyo Zangqas Fazit: „Ein Sieg, ein Remis und vier Niederlagen sind nicht so schlecht – gemessen an dem, was wir erwartet hatten. Es war ja klar, dass wir hier nicht vorn mitspielen würden. Wir hatten ein paar gute Phasen, die Jungs haben es gut gemacht, ich bin stolz auf sie. Solche Turniere brauchen wir, um die Spieler besser zu machen.“