Die beiden deutschen Teams haben in ihren jeweiligen Turnieren im Rahmen der Dubai Rugby Sevens das Viertelfinale verpasst, dann aber ihre jeweiligen Platzierungsspiele deutlich gewonnen. Das Development-Team des DRV-Wolfpacks beendete das Turnier letztlich auf dem neunten, die U19 auf dem elften Platz.

Für das Development-Team begann das International Invitation Men mit einem klaren 24:5-Sieg gegen das Team ASC Dukla aus Prag (CZE), bevor man gegen das starke und in der Vergangenheit oft weit vorn mitspielende Einladungsteam Froggies Midi Olympique denkbar knapp mit 12:19 unterlag. Weil dann auch das Einladungsteam Apache gegen die DRVer mit 24:19 die Nase vorn hatte, verpasste das Wolfpack das Viertelfinale, landete aber direkt im Spiel um Platz neun, wo man dann mit 24:7 gegen French Sevens Militaire die Oberhand behielt.

“Es ging bei diesem Turnier nicht um die Endplatzierung, sondern um Spielpraxis auf hohem Niveau”, machte DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm deutlich. “Das Development-Team, dass in dieser Form noch nie zusammengespielt hat, konnte sich von Spiel zu Spiel steigern und hatte auch in den Spielen gegen Froggies und Apache absolut eine Siegchance. Das hätte natürlich den positiven Effekt gehabt, dass wir noch ein, zwei Spiele mehr hätten absolvieren können.”

Die U19 begann die ersten beiden Spiele gut, verschlief dann allerdings jeweils die zweite Spielhälfte. So musste man sich erst den African Knights (15:22) und dann auch den All Stars (26:31). Erst im dritten Gruppenspiel gegen CSP Rugby gelang mit 40:14 ein überzeugender Sieg, der allerdings nicht zum Einzug ins Viertelfinale genügte. Im Spiel um Platz 11 ließ man dann ein klares 34:0 gegen Brussels Seven Development folgen.

“Die U19 hatte hier durchaus das Zeug dazu, das Turnier auch zu gewinnen”, hatte Manuel Wilhelm beobachtet. “Von daher ist das Abschneiden vielleicht etwas enttäuschend. Insgesamt aber war das sportliche Niveau in Dubai allerdings für beide Teams die Reisestrapazen wert. Unterm Strich war es eine sehr gute Maßnahme, bei der drei, vier Spieler beider Teams sich durchaus für künftige Einsätze im Topteam empfehlen konnten.”

Einen besonderen Dank richtete der DRV-Sportdirektor an die CBS Mannheim für die kurzfristige Freistellung ihres Lehrers und Ex-Rugbyspielers Christoph Hug. Der Trainingswissenschaftler ersetzte DRV-Videoanalyst Antony Dickinso, der sich im letzten Länderspiel der DRV XV gegen die Niederlande verletzt hatte und operiert werden musste.

(Foto: Jan Perlich)