Die DRV VII haben sich am ersten Tag des zweiten Turniers der Grand Prix Series im polnischen Lodz schadlos gehalten. Nach drei Siegen schloss man die Vorrunde als Gruppensieger ab und steht damit im Viertelfinale am Sonntag um 11.44 Uhr Frankreich gegenüber.

Fazit von DRV-Co-Trainer Clemens von Grumbkow: „Wir sind nicht ganz zufrieden mit den hier bislang gezeigten Leistungen, weil wir in keinem Spiel durchgängig überzeugt haben. Aber wir wollen uns über drei Siege nicht beschweren.“

Das deutsche Team hatte sich zum Auftakt gegen gut eingestellte Russen zu einem Sieg gezittert. Dabei hatte man zu Beginn den Druck gut hochgehalten und verdient durch Jonathon Dawe den ersten Versuch gelegt (2.). Nach Gelb für Ben Ellermann hielt sich das Wolfpack lange schadlos, musste kurz vor Ablauf der Strafe aber doch den Gegenversuch hinnehmen. Ellermann war es dann, der die starke Vorarbeit zum zweiten deutschen Versuch leistete, den Bastian Himmer dann nach Doppelpass mit Dawe legte und den Fabian Heimpel zum 12:5 erhöhte (6.). Doch die Russen konterten noch vor der Pause und glichen aus.

Die Deutschen wirkten noch nicht ganz konzentriert und gerieten in der 10. Minute sogar ins Hintertreffen, doch die Jungs blieben ruhig, warteten auf ihre Chance. Robert Haase machte in der 13. Minute wertvolle Meter, ehe der Ball über Dawe und Tim Lichtenberg auf Bastian Himmer kam, der seinen zweiten Versuch legte. Heimpel stellte per Erhöhungskick den 19:17-Endstand her.

Gegen Georgien zeigte Deutschland eine sehr konzentrierte und starke erste Spielhälfte, in der die Gegner offensiv praktisch nicht in Erscheinung treten konnten. Auf DRV-Seite hingegen legten Lichtenberg, Ellermann nach sehenswertem Offload von Dawe und erneut Lichtenberg, der nach einer Gelben Karte für Georgien auf der linken Seite Platz hatte, einen Crosskick aufzunehmen, die Versuche zum 15:0-Pausenstand.

Doch nach Wiederanpfiff ging der rote Faden verloren, und Georgien wurde so zurück ins Spiel geholt. Mit etwas Glück und eher unkonventionell herausgespielt verkürzten die Osteuropäer auf 7:15 (9.). Deutschland war bemüht, die Kontrolle zurückzugewinnen, konnte aber nicht die Vorentscheidung erzwingen. Stattdessen wurde es aufgrund eines georgischen Versuches zum 15:12 in der Schlussminute noch einmal unnötig eng. Aber das war auch der Endstand.

Auch gegen England ging das Wolfpack zunächst in Führung durch einen erhöhten Versuch von Phil Szczesny (3.), doch dann gelang es nicht, dem Spiel seinen eigenen Stempel aufzudrücken. England hingegen nutzte seine Chancen konsequent und drehte die Partie bis zur Pause mit zwei Versuchen in ein 12:7.

Bundestrainer Vuyo Zangqa wechselte die Stammkräfte ein, und die nahmen das Heft in die Hand. Zunächst wurde Tim Lichtenberg noch vor der Mallinie von Phil Szczesny für den Versuch bedient, den Szczesny erhöhte (9.). Dann passte Lichtenberg den Ball, der er zuvor beinahe verloren hatte noch auf Niklas Koch, der dann freie Bahn zum erhöhten Versuch hatte (12.). Und den Schlusspunkt setzte erneut der starke Lichtenberg, der sich durchtankte und mit Himmers Erhöhungskick den am Ende verdienten 28:12-Endstand herstellte.

(Foto: Jan Perlich)