Am kommenden Wochenende (20./21. Juli) muss das Wolfpack schon wieder ran: Nach dem nicht wunschgemäß verlaufenen Olympia-Qualifikationsturnier geht es im polnischen Lodz in der Grand Prix Series wieder um die Europameisterschaft.

Doch es geht für die DRV-Männer nicht nur darum, wieder das Treppchen in Europas Oberhaus anzupeilen. Zugleich winkt dem Team die Chance, sich erneut für Hongkong zu qualifizieren und damit erneut Anlauf nehmen zu können, zu den sogenannten Core-Teams der World Series stoßen zu können. Darüber hinaus winkt dem bestplatzierten nicht auf der Weltserie vertretenen Team ein Startplatz bei den beiden europäischen World-Series-Turnieren in London und Paris als Gastmannschaft aufzulaufen. In beiden Wertungen liegt die DRV-Auswahl bereits deutlich vorn, doch vor allem Portugal – beim Olympic Qualifier immerhin Vierter – wird starken Druck von hinten ausüben.

Co-Trainer Clemens von Grumbkow: “Wir haben uns vorgenommen, die Enttäuschung über die verpasste Olympia-Qualifikation zu verarbeiten und möglichst in ein Erfolgserlebnis umzukehren. Es liegt natürlich nicht ganz in unserer Hand, aber wir wollen die Saison natürlich mit einem guten Turnier und einem erneuten Podiumsplatz oder bestenfalls sogar mehr abschließen.”

Im vorläufigen Kader für Lodz steht mit John Dawe wieder ein Spieler, der in der Olympia-Qualkifikation nicht spielberechtigt war und vor allem als Balleroberer eine wichtige Option für das zweite GPS-Turnier sein könnte. Der zuletzt starke Manasah Sita allerdings wird aufgrund einer Schulterverletzung nicht mit dabei sein können.

Folgenden Kader hat Bundestrainer Vuyo Zangqa nominiert:

RG Heidelberg: Fabian Heimpel, Tim Lichtenberg, Bastian Himmer
RK Heusenstamm: Tim Biniak, Leon Hees
SC Germania List: Niklas Koch, Henrik Meyer
TGS Hausen: Robert Haase
Hannover 78: Phil Szczesny
TV Pforzheim: Carlos Soteras Merz
FC St. Pauli: Ben Ellermann
Worthing Raiders (ENG): Jonathon Dawe

In Lodz allerdings hat es die Vorrundengruppe wieder in sich. Am Samstag um 11.44 Uhr (CET) startet das Wolfpack gegen Russland, um 14.51 Uhr heißt der Gegner Georgien, bevor es um 17.14 Uhr wieder gegen England geht, das ja zuletzt in Colomiers das Turnier und die direkte Olympia-Qualifikation gewonnen hat. “Die Konstellation ist so”, weiß von Grumbkow, “dass es zu einem Viertelfinale gegen Portugal kommen könnte, was gleichbedeutend mit einem Endspiel um die Teilnahme an den beiden Weltserien-Turnieren wäre. Aber wir schauen komplett auf uns und unsere Leistung und wollen bestmöglich abschneiden.”

(Foto: Jan Perlich)