Für die deutsche 7er-Nationalmannschaft der Männer steht am Wochenende (11./12. Juli) im englischen Exeter ein Dreikampf an. Im dritten und abschließenden EM-Turnier der Grand Prix Series (GPS) will sich DRV VII einen vorderen Platz im Gesamtklassement der kontinentalen Meisterschaft erspielen. Das würde gleichzeitig eine Woche später beim europäischen Qualifikationsturnier in Lissabon (18./19. Juli) eine gute Ausgangsposition für den Kampf um einen Platz bei den olympischen Spielen 2016 in Rio bedeuten. Zudem geht es für das DRV-Team um ein Ticket für das Qualifikationsturnier für die Sevens World Series kommendes Jahr in Hongkong.

„Wir sind auf dem besten Weg, unsere Ziel zu erreichen“, gibt sich DRV-Nationaltrainer Rainer Kumm zuversichtlich. „Wir wollen nach Hongkong und stehen kurz davor, dieses Ziel zu erreichen.“ Dafür muss seine Mannschaft den aktuell fünften Rang im GPS-Gesamtklassement gegenüber den direkten Konkurrenten Belgien (Platz sechs) verteidigen. „Die Ausgangslage ist für uns daher sehr gut. Wir haben alles selber in der Hand“, betont Kumm. Die direkte Qualifikation für Rio oder für den World Qualifier 2016 ist dagegen nicht so leicht zu bewerkstelligen. „Das wird schwierig. Frankreich als Tabellenführer und Spanien als Zweiter sind uns schon ein gutes Stück enteilt“, sagt der DRV-Nationaltrainer. Daher gilt es das bisher historisch beste EM-Ergebnis einer deutschen 7er-Nationalmannschaft zu bestätigen. Als Lohn würde die Mannschaft dann einen vorderen Platz in der Setzliste erhalten, um über Lissabon als eines von drei europäischen Teams zum World Qualifier  kommendes Jahr zu fahren, bei dem das letzte Ticket für Rio vergeben wird.

Für Exeter vertraut Rainer Kumm auf das bisherige Erfolgsrezept. „Unser Fokus liegt auf dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal. Starten wir gut in das Turnier, ist alles möglich. Wichtig ist, dass wir unseren Rhythmus aus den vergangenen Turnieren beibehalten und von Spiel zu Spiel schauen“, gibt Kumm die Erfolg versprechende Marschrichtung für Exeter vor. Das Minimalziel ist dabei das Erreichen des Viertelfinales. Danach warten in der Gruppenphase noch Rumänien und Frankreich auf das deutsche Team. Und auch wenn der aktuelle Tabellenführer fast seine gesamten Spieler ausgetauscht hat und die DRV VII mit Rumänien ein Team aus der unteren Region des GPS-Gesamtklassement trifft – für Kumm gibt es keine leichten Gegner. „Das Niveau hat ungemein angezogen. Wir müssen daher in jedem Spiel unsere Topleistung abrufen. Nur dann können wir auch oben mitspielen“, warnt der Nationaltrainer.

Verzichten muss Rainer Kumm dabei auf Phil Szczesny (Hannover 78), der sich, wie sich jetzt herausstellte, beim Turnier in Lyon gegen Belgien einen Riss der Kniescheibe zugezogen hat. Und auch Steffen Liebig (Heidelberger RK) und Marvin Dieckmann (RG Heidelberg) werden die Reise nach Exeter nicht antreten. Neu im Team sind daher Pierre Mathurin und Anjo Buckmann (Heidelberger RK) sowie Sebastian Fromm (Trinity College, Irland).

Kader DRV VII für das GPS-Trunier in Exeter:

Heidelberger RK: Clemens von Grumbkow, Anjo Buckman, Robert Hittel, Niklas Hohl, Pierre Mathurin
RG Heidelberg: Fabian Heimpel, Bastian Himmer, Tim Lichtenberg
TV Pforzheim: Carlos Soteras Merz
RK Heusenstamm: Tim Biniak, Sam Rainger
Trinity College (IRE): Sebastian Fromm