Nach dem Triumph des deutschen Nationalteams bei der Europameisterschaft geht es am kommenden Wochenende (27./28. Juli) auch auf nationaler Ebene um Titelehren. Zu ihrem 100-jährigen Jubiläum richtet Titelverteidiger RG Heidelberg das Turnier um die Deutsche Meisterschaft in der olympischen Rugby-Variante aus und gilt nach zuletzt vier Titeln in Folge neuerlich als klarer Favorit.

Das sieht auch Nationalmannschafts-Co-Trainer Clemens von Grumbkow so: “Wie zuletzt so oft wird auch diesmal kaum ein Weg an der RGH vorbei führen. Sie spielen auf eigenem Platz und haben einige etablierte Nationalspieler und auch Europameister im Team, auch wenn sie einige Verletzte haben. Die RGH ist mein Titelfavorit. Aber auch Germania List ist mit einigen Nationalspielern top besetzt und wird auch um den Titel mitspielen wollen.”

Die anderen Teams seien für den DRV-Coach und ehemaligen Topspieler schwerer einzuschätzen. Auch die traditionell sehr 7er-fokussierten Heusenstammer und die ebenfalls gut besetzten 78er aus Hannover könnten ebenfalls eine gute Rolle spielen.

Auch Traditionsvereine wie der TSV Handschuhsheim oder der SC Neuenheim hätten gute Spieler in ihren Reihen, aber wohl vor allem aufgrund der weniger ausgeprägten Spezialisierung der Spieler dürfte es schwer werden, ernsthaft ins Titelrennen einzugreifen. Gleiches gilt dann wohl auch für die zuletzt so erfolgsverwöhnten 1880er aus Frankfurt. Sollten sie der eindrucksvollen Titelsammlung dieses Jahres auch noch den deutschen 7er-Titel hinzufügen können, wäre das wohl eine faustdicke Überraschung.

Die Auslosung hat folgende Gruppen ergeben:

Pool A:
RG Heidelberg, Heidelberger RK, Heidelberger TV, StuSta München

Pool B:
SC Germania List, München RFC, USV Potsdam, RSV Köln

Pool C:
TSV Handschuhsheim, Berliner RC, SC Frankfurt 1880, Hannover 78

Pool D:
SC Neuenheim, RK Heusenstamm, RC Luxemburg, Listige Füchse

Ergebnisse wird es unter www.rugbybundesliga.de geben

(Foto: Jürgen Keßler)