Mit dem erstmaligen Gewinn der Europameisterschaft im olympischen 7er-Rugby hat sich das DRV-Team nicht nur zum fünften Mal in Folge für das World-Series-Qualifikationsturnier in Hongkong qualifiziert, sondern ist auch für die beiden europäischen Turniere der Weltserie in London und Paris in der kommenden Saison qualifiziert. Beflügelt von diesem Erfolg wird der Verband den mit dem DOSB abgestimmten erfolgreichen Weg der Konzentration der besten Rugby-Spieler an den beiden Bundesstützpunkten in Heidelberg und Hannover konsequent fortschreiten, mit dem erklärten Ziel, sich in den kommenden Jahren in der Weltklasse festzuspielen. Diesen Herausforderungen muss der DRV allerdings künftig leider ohne die Expertise von Vuyolwetu Zangqa als Bundestrainer begegnen. Der südafrikanische Coach verlässt den DRV aus familiären Gründen in Richtung seiner Heimat.

„Vuyo hat im August 2017 eine sehr gute Mannschaft übernommen und diese mit seinem enormen Sachverstand und seiner inspirierenden Persönlichkeit zu einer außergewöhnlichen Mannschaft geformt. Dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank“, unterstreicht DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Er wird dem Deutschen Rugby-Verband aber auch weiterhin in freundschaftlicher und beratender Funktion erhalten bleiben und den DRV unter anderem bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für das Amt des 7er-Bundestrainers unterstützen.“

Vuyolwetu Zangqa, der sich mit dem größten Erfolg eines deutschen Rugby-Nationalteams in der knapp 120-jährigen Verbandsgeschichte verabschiedet, sieht positiv in die Zukunft des deutschen 7er-Rugbys: „Dieser Titel ist toll für das Team und das deutsche Rugby. Die Jungs haben zwei Jahre hart gearbeitet, aber erst jetzt werden sie wirklich verstehen, warum sie das tun mussten und wofür sie das getan haben. Ich hoffe und bis sicher, dass das den Jungs einen Schub geben wird für die nächste Saison.“

Zudem bedankt sich der Südafrikaner für die Zeit, die er in Deutschland haben durfte: „Ich danke dem deutschen Rugby, dass es mir die Möglichkeit gegeben hat, meinen Job hier ohne größere Interferenzen zu machen. Mein Dank geht an dieses tolle Team, an den Staff und vor allem an Jürgen Zeiger, der mir sehr geholfen hat, dass ich hier einen guten Start und eine gute Zeit hatte. Ich werde den DRV gern auch in Zukunft in beratender Funktion unterstützen. Und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.“

(Foto: Jan Perlich)