Talofa mai Samoa,

Nach 48 Stunden Reisezeit und drei Flügen über alle möglichen Zeitzonen sind wir mittlerweile alle wohlbehalten auf Samoa angekommen.

Am Montag stand zunächst Akklimatisierung und Regeneration von den Reisestrapazen auf dem Plan. Dazu waren wir für eine Teambuildingmaßnahme am Strand.

Am Dienstag besuchten wir als Team das Samoa College in Apia mit etwa 30 Minuten Spiel mit den Kindern dort. Dazu hatten die Coaches vormittags und nachmittags jeweils eine fast einstündige Videoanalyse angesetzt. Dort wurden nicht nur die positiven und negativen Aspekte aus dem Portugal-Spiel aufgezeigt. Dazu fand eine erste Auslegung einer Stragetie gegen aus unserer Sicht keineswegs unschlagbare Samoaner statt.

Am Dienstagnachmittag stand dann die erste konzentrierte Trainingseinheit an. Hier wurden Dinge aus dem Spiel gegen die Portugiesen auch praktisch aufgearbeitet, und das Spielsystem gegen Samoa wurde besprochen und durchlaufen.

Die Mannschaft ist hier in Samoa ausgesprochen freundlich aufgenommen worden. Überall wo hinkommen, werden wir mit großen Interesse, Freude und Höflichkeit begrüßt. Rugby ist hier Volkssport und man merkt, wie wichtig den Menschen ihre Mannschaft ist. Trotzdem sind sie freundlich und hilfsbereit und sehen es als große Ehre an, sich mit uns zu fotografieren. Es wird von Inspiration und großem Dank gesprochen.

In der Mannschaft selbst wächst die Vorfreude – aber auch das Vertrauen darin, dass wir Samoa nicht nur als chancenloser Sparringspartner gegenüberstehen werden, sondern vielmehr als ein Gegner, der Samoa auch auf heimischem Boden ärgern kann. Wir freuen uns über jede Art von Zuspruch und Unterstützung aus der deutschen Rugbyfamilie. Auch das trägt dazu bei, den Traum von der WM-Qualifikation, an dem so viele Menschen mitgearbeitet haben und weiter hart arbeiten, lebendiger zu halten denn je.

Viele Grüße aus Apia!

(Foto: Colin Grzanna)