Rugby-Nationaltrainer Mike Ford und der Trainerstab haben heute die endgültige Nominierung des Teams für das Repechage-Turnier in Marseille (FRA) vollzogen. Insgesamt 30 Spieler werden die drei Partien im Stade Delort an den kommenden drei Wochenenden bestreiten. Als Kapitän wird der erfahrene Michael Poppmeier (im Foto mit Ball) die „Schwarzen Adler“ aufs Feld führen.

Die letzten Spieler, die nach der langen und intensiven Vorbereitung auf der Zielgeraden noch aus dem Kader gerutscht sind, sind Steffen Liebig und Tim Biniak. Liebig hatte sich im Testspiel gegen Portugal eine Muskelzerrung zugezogen und wird nicht rechtzeitig fit. Gegen Siebener-Nationalspieler Biniak wurde schlussendlich entschieden, weil die Coaches andere Alternativen als einen Tick besser passend sehen.

„Es war eine ganz knappe und wirklich schwierige Entscheidung, aber das gehört nun einmal dazu“, so Kobus Potgieter, Director of 15s Rugby. Bei zwei anderen Spielern, die zuletzt aufgrund von Verletzungen „Wackelkandidaten“ waren, entschied man sich für eine Nominierung. Dash Barber hatte nach seinem Handbruch in den letzten Trainingseinheiten bereits wieder mitgewirkt. Und auch bei Hagen Schulte hofft man, ihn rechtzeitig fit zu bekommen. „Wir haben gerade auf den Positionen des Spielmachers und des Schluss nicht so eine große Tiefe“, erklärt Potgieter. „Und Hagen ist ein Spieler, der auf beiden Positionen starten kann.“

Bei der Entscheidung für das Kapitänsamt setzt man beim DRV auf Erfahrung. Der 36-jährige Zweite-Reihe-Stürmer Michael Poppmeier, der aktuell in Frankfurt spielt, war bereits in Hannover und Heidelberg aktiv, spielte in seiner Karriere aber auch schon in England und Italien Rugby. Für die deutsche Nationalmannschaft hat er bereits über 20 Spiele absolviert. „Wir sind froh, dass wir Spieler von diesem Format haben“, sagt Potgieter. „Es gab auch noch andere geeignete Kandidaten, aber Michael eine sehr gute Besetzung für diese Position.“

Nach zehn Wochen intensiver Vorbereitung gehen die „Schwarzen Adler“ mit einem guten Gefühl in das Turnier, bei dem man am Sonntag, 11. November zunächst auf Hong Kong, und dann am 17. und 23. November noch auf Kanada beziehungsweise Kenia treffen wird. „Wir sind sehr zufrieden mit der Vorbereitung, auch wenn natürlich immer noch ein bisschen mehr geht“, sagt Kobus Potgieter. „Wir haben den besten Kader, den wir im Moment aufstellen können, und der ist in wirklich guter Verfassung.“ Als sehr wichtig empfand Potgieter das Trainingscamp in Portugal. „Und wir haben jetzt in der letzten Woche sehr gut trainiert und speziell an unserem Spielsystem gefeilt. Ich denke, wir sind jetzt fast dort, wo wir sein wollen.“

Dieser Kader tritt für Deutschland beim Repechage-Turnier an:

BSC Offenbach: Winston Cameron-Dow
Heidelberger RK: Jörn Schröder, Dash Barber, Sean Armstrong, Timo Vollenkemper
SC Frankfurt 1880: Michael Poppmeier, Marcel Henn, Raynor Parkinson, Samy Füchsel
SC Neuenheim: Oliver Paine
TSV Handschuhsheim: Jaco Otto, Nikolai Klewinghaus, Marcel Coetzee
TV Pforzheim: Carlos Soteras-Merz
Aberdeen Wanderers RFC (SCO): Matthias Schösser
Bridgend Ravens RFC (WAL): Jamie Murphy
CA Lannemezan (FRA): Mathieu Ducau
CSM Bucharesti (ROM): Jarrid Els, Hagen Schulte
Houston Sabercats (USA): Ayron Schramm
Raiders Worthing RFC (ENG): Jonathon Dawe
RC Vannes (FRA): Tim Menzel, Chris Hilsenbeck
Rotherham Titans RC (ENG): Anthony Dickinson
SO Chambery (FRA): Sebastian Ferreira
Stade Aurilliacois CA (FRA): Julius Nostadt
Stade Dijonais (FRA): Harris Aounallah
Stade Nicois (FRA): Mika Tyumenev
Stade Rochelais (FRA): Eric Marks
Vereinslos: Kurt Haupt

(Foto: Jürgen Keßler)