Beim Deutschen Rugby-Verband ist man mit dem Abschneiden der beiden männlichen Teams bei den Dubai Rugby 7s durchaus zufrieden, auch wenn sowohl beim Wolfpack als auch bei den U19-Junioren sogar mehr drin war. Die Männer um Bundestrainer Vuyo Zangqa landeten am Ende auf dem sechsten Platz. Die Junioren im U19-Turnier auf dem Bronzerang.

„Mit diesem dritten Platz sind wir sehr zufrieden, auch wenn wir sicher auch das Potenzial hatten, dieses Turnier zu gewinnen“, sagte U19-Coach Max Pietrek. Im Halbfinale am Samstag gegen die südafrikanische Central-Auswahl hatte man das Geschehen mit strukturiertem Spiel eigentlich gut im Griff, ließ sich dann alerdings von einigen Schiedsrichterentscheidungen und dem schnellen Reagieren der Südafrikaner bei Straftritten etwas überrumpeln, sodass man am Ende mit 21:26 als Verlierer dastand und „nur“ um Platz drei spielen durfte. Dort stand man dem US-Team North American Barbarians gegenüber, dass man schlussendlich klar mit 27:14 besiegen konnte.

„Wir sind zufrieden mit der Entwicklung der Jungs bei diesem Turnier“, sagte dann auch Jan Ceselka, der zweite Trainer der U19. „Die Jungs stehen hier individuell starken und schnellen Spielern gegenüber, und dieses Niveau haben wir nicht so oft. Aber es war sehr positiv, dass sich unsere Spieler immer besser an dieses Niveau angepasst haben. Als Mannschaft und mit unserer Spielstruktur haben wir sogar besser agiert als viele andere Teams. Sehr gut waren für uns auch die Tage gemeinsamen Trainings mit den Männern, davon haben wir sicher profitiert.“

Max Pietrek ergänzte noch: „Die Jungs kommen ja schon mit einem guten Potenzial zu uns, aber wir haben hier wieder gesehen, dass sie sich in dem Spielsystem, das natürlich nahe an dem der Männer ist, sehr gut zurechtfinden. Insbesondere bei den U19-Spielern sehen wir gute Chancen für den Schritt ins Development-Team der Männer. Und das ist ja am Ende des Tages auch das Ziel.“

Die Mannen des Wolfpacks hatten einen weniger glücklichen Start in ihren zweiten Turniertag. Im Spiel gegen die das starke französische Team Froggies zeigte man eine schwache Leistung, fand seine Spielstruktur nicht und unterlag völlig unnötig mit 12:24. In der Platzierungsrunde traf man dann zunächst auf die französische Militärauswahl. Auch hier hatte man ein paar probleme, den spielerischen roten Faden zu finden, aber dank einer starken kämpferischen Leistung behielt man mit 14:12 knapp die Oberhand.

Abschließend ging es im Spiel um Platz fünf gegen das international und stark besetzte Einladungsteam Speranza 22. Hier setzten sich die Schwierigkeiten dieses Turniertags fort. Man bekamn nie wirklich Zugriff auf das Spiel, sodass am Ende ein zu deutliches 10:35 aus DRV-Sicht zu Buche stand.

„Nach einem hervorragenden ersten Turniertag lief es für die Jungs heute nicht so gut“, bilanzierte DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Aber insgesamt ist der sechste Platz für diese Mannschaft in Ordnung. Wir befinden uns ja noch in der Sichtungsphase für die Vorbereitung auf Hongkong. Wir haben jetzt viele neue Spieler ausprobiert und haben eine sehr gute Tiefe im Kader geschaffen. Bei den nächsten Maßnahmen wird die Mannschaft mit Blick auf Homgkong schon ein schärferes Profil bekommen.“

Für die 7er-Frauen war das Turnier schon am Freitag zu Ende gegangen. Ohne Sieg und mit viel Lehrgeldzahlen war das Team auf dem 15. Platz gelandet. „Wir haben gesehen, wie schwer es ist, auf diesem Level mitzuhalten. Da gilt es jetzt noch viel Arbeit zu leisten. Für die Mädels war es aber eine sehr gute Erfahrung hier. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder ein Team nach Dubai schicken können, haben dafür aber einiges an Hausaufgaben zu erledigen.“

(Foto: Jan Perlich/Rugbylicious Photography)