Nach dem etwas enttäuschenden siebenten Platz beim ersten der vier Turniere der europäischen Sevens Grand Prix Series am vergangenen Wochenende in Moskau bleibt den deutschen 7er-Rugby-Herren nicht viel Zeit zur Analyse. Schon am kommenden Wochenende (10./11. Juni) steht das zweite Turnier im polnischen Lodz auf dem Programm, und da will man am Ende um einige Plätze weiter vorn landen, um die gesteckten Ziele nicht schon aus den Augen zu verlieren.

„Natürlich hatten wir uns das in Moskau anders vorgestellt, aber noch ist ja alles möglich für uns, alle Ziele noch erreichbar“, relativiert Andreas Eckert, Leistungssportreferent des Deutschen Rugby-Verbandes. Auch in der vergangenen Saison, wo man am Ende Rang vier in der Gesamtwertung belegen konnte, hatte man bei einem Turnier mit Rang acht einen Ausreißer. „Mit diesem jungen Team, in dem wichtige Spieler gefehlt haben, haben wir uns eigentlich ganz ordentlich geschlagen. Wir haben unsere Zuversicht längst nicht verloren, aber wir müssen jetzt natürlich abliefern.“

Dafür hoffen die Verantwortlichen auch auf die Rückkehr von einigen erfahrenen Akteuren. Bei Anjo Buckman sehe es gut aus, bei Clemens von Grumbkow stehe die endgültige Entscheidung noch aus, ob er im Zwölfer-Kader, der am Donnerstag final bekannt gegeben wird, dabei sein kann.

Bis dahin haben die Nationaltrainer Chad Shepherd und Chris Lane vorläufig folgenden Kader nominiert:

Heidelberger RK:                 Steffen Liebig, Anjo Buckman, Harris Aounallah

RG Heidelberg:                     Fabian Heimpel, Bastian Himmer, Tim Lichtenberg, Robin Plümpe, Johannes Schreieck, Robert Haase

RK Heusenstamm:               Leon Hees, Sam Rainger

Trinity College (IRE):           Sebastian Fromm

SC Germania List:                Jarrod Saul, Daniel Koch

SC Neuenheim:                     Clemens von Grumbkow

TSV Handschuhsheim:       Joshua Tasche

TV Pforzheim:                       Carlos Soteras-Merz

Auf Abruf: Niklas Koch (SC Germania List)

In der Vorrunde trifft das DRV-Team zunächst auf Portugal (11.28 Uhr MESZ), dann erneut auf Irland (14.13 Uhr) und abschließend auf Gastgeber Polen (17.20 Uhr). „Portugal kennen wir gut, haben die in dieser Saison schon mehrfach gespielt und geschlagen“, erinnert sich Eckert. Die starken Iren, die am vergangenen Wochenende in Moskau den Turniersieg holen konnten, waren in der Vorrunde dem deutschen Team unterlegen gewesen. „Polen ist dann sicher das Team, welches wir in dieser Gruppe auf jeden Fall schlagen müssen.“

Das Team, das bereits seit Mittwoch wieder zusammen trainiert, reist am Freitag nach Polen. Dort wird noch am Abend eine Trainingseinheit absolviert, bevor am Samstag gegen Mittag das Turnier für das DRV-Team startet.

(Foto: Jan Perlich)