Die DRV VII geht gut gerüstet in die anstehende EM-Saison im Rahmen der Grand Prix Series (GPS), die kommendes Wochenende (7./8. Juni) in Lyon startet. Das Team von DRV-Nationaltrainer Rainer Kumm entschied am Wochenende ungeschlagen das Vorbereitungsturnier der Howard Hinton Sevens im französischen Tours für sich. Nun geht es nach Lyon, wo sich der DRV-Tross den letzten Feinschliff für den GPS-Auftakt in der olympischen 7er-Variante holt.

Die Howard Hinton Sevens nutzten die DRV-Verantwortlichen, um den 15er-Spielern ausreichend Spielpraxis in der 7er-Variante zu geben. “Alle Spieler besitzen einen hohen Fitness-Level, doch die Belastung im 7er ist eine andere, da sich der Spielrhythmus bei einem Turnier stark von der klassischen Variante unterscheidet”, sagt Rainer Kumm. Durch den Erfolg zum Abschluss der Vorbereitung geht die DRV VII aber mit starkem Rückenwind in die EM-Saison, die mit vier Turnieren in Lyon, Moskau, Bukarest und Manchester sehr lang ist. “Der Erfolg in Tours hat natürlich für gute Stimmung gesorgt”, betont Kumm. “Zudem haben spielerisch bereits viele Abläufe in unserem System gestimmt.” Der Nationaltrainer konstatiert seiner Mannschaft daher einen Qualitätssprung im Vergleich zum Vorjahr. “Wir bleiben konstanter in unserem System und haben uns auch in der Defensive sehr gut entwickelt. Dadurch agieren wir auf dem Platz effizienter. An den vorhanden kleinen Defiziten werden wir in Frankreich nun noch hart arbeiten”, erklärt der Nationaltrainer.

Eine positive Entwicklung hat die Mannschaft auch bezüglich des zweiten Turniertages gemacht. Brach die Leistung im vergangenen Jahr regelmäßig in den Platzierungsspielen ein, hat das Team nun in den Vorbereitungsturnieren gegen hochklassige Gegner ihre guten Vorstellungen des ersten Tages bestätigt. “Das war ein Problem, das wir erkannt und daran gearbeitet haben”, betont Rainer Kumm. In der Vorbereitung auf Lyon wird Kumm seine Mannschaft vor Ort nun gezielt vorbereiten. Dabei greifen die DRV-Verantwortlichen bei der Analyse der Gruppengegner auf Videomaterial zurück. Hilfreich waren zudem auch die vielen Vorbereitungsturniere, bei denen der Trainerstab den Gruppengegner Georgien live studieren konnte. Aber auch das Trainingslager Anfang des Jahres, das die DRV VII gemeinsam mit dem italienischen Team absolvierte, brachte hilfreiche Erkenntnisse über die Südeuropäer, auf die die DRV VII neben Gastgeber Frankreich in Lyon ebenfalls trifft.

Bei der Zusammenstellung des EM-Kaders kann Nationaltrainer Rainer Kumm dabei aus dem Vollen schöpfen. So stößt Sam Rainger (RK Heusenstamm) in Frankreich zu der Mannschaft, nachdem er einen weiteren Belastungstest erfolgreich überstanden hat. Und auch die Stammkräfte Tim Biniak (RK Heusenstamm), Bastian Himmer und Marvin Dieckmann (beide RG Heidelberg) befinden sich für das zweite Turnier der Serie in Moskau (28./29. Juni) bereits im Aufbauprogramm und absolvieren ihre täglichen individuellen Reha-Einheiten im Heidelberger Leistungszentrum. Zudem hat Rainer Kumm noch einige Perspektivspieler in der Hinterhand, die in der Vorbereitung einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. So hat der Nationaltrainer mittlerweile ein personelles Luxusproblem und die Qual der Wahl, wenn er die endgültige Mannschaft für Lyon benennt. “Donnerstag werden wir den Kader von 15 auf zwölf Spieler reduzieren müssen. Dann entscheiden wir, wer am Wochenende zum EM-Auftakt das DRV-Trikot trägt”, sagt Kumm. Dieses Spieler sind dann in der Pflicht, die guten Leistungen aus der Vorbereitung zu bestätigen, denn der Nationaltrainer hat ein klares Ziel für die diesjährige EM-Saison ausgegeben: eine Platzierung unter den Top Acht im Gesamtklassement.