Mit einem siebten Platz unter acht Mannschaften im Feld „International Elite“ kehrt die deutsche 7er-Nationalmannschaft vom Einladungsturnier Sevens And The City aus London zurück. Der Mannschaft gelang dabei der einzige des Turniers gegen die Auswahl Barbados. Dennoch wusste die von Nationaltrainer Rainer Kumm betreute Mannschaft im Allianz Park gegen Schottland, Wales und die Suzuki Wailers teilweise zu überzeugen.

Die anwesenden Nationalmannschaften nutzten das Turnier zur Generalprobe für die am 23. Juli im schottischen Glasgow startenden Commonwealth Games. Deutschlands Gruppengegner Schottland rüstete daher personell noch einmal richtig auf. So feierte 15er-Nationalspieler gegen die DRV VII sein Debüt in der olympischen Rugby-Variante. Dennoch gelang es der deutschen Auswahl die Schotten in arge Bedrängnis zu bringen und drehte einen 10:14-Rückstand zur Halbzeit zu Beginn des zweiten Abschnitts in einen 15:14-Fühurng. Am Ende setzten sich die Schotten aber dank ihrer Cleverness mit 35:15 durch. Die schwächste Leistung des Turniers zeigte die deutsche Auswahl im Spiel gegen Wales, das die deutsche Auswahl nach einem 0:14 zur Halbzeit mit 7:37 verlor. Gegen das Einladungsteam Suzuki Wailers, das mit zahlreichen englischen Kaderspielern bestückt ist, war der erste Sieg im Wettbewerb zum Greifen nahe. Doch mit der letzten Aktion des Spiels nach ertönen der Sirene konnten die Engländer zum 29:29 ausgleichen. Einen versöhnlichen Abschluss für die DRV VII gab es dann im letzten Spiel des Turniers, als für die deutsche Mannschaft ein ungefährdeter 27:5-Sieg gegen den Commonwealth-Games-Teilnehmer Barbados heraussprang. Da bedeutet Platz sieben für die DRV VII. Den Turniersieg holte sich England mit einem 12:10-Sieg gegen Deutschlands Gruppengegner Schottland.

„Obwohl wir am Ende gegen Schottland und Wales deutlich verloren haben, waren wir in den Spielen lange Zeit an den beiden Teams dran oder lagen sogar in Führung. Hinten raus haben uns einfach nach einer anstrengenden Saison die Körner gefehlt. Die Jungs sind alle platt“, konstatiert DRV-Leistungssportreferent Manuel Wilhelm. Zudem haben die europäischen Top-Nationen den Vorteil, dass sie auf professionellere Strukturen zurückgreifen können und über einen großen Pool an Spielern verfügen, die ausschließlich 7er-Rugby spielen. Dennoch fällt das Fazit von Wilhelm über „ein verrücktes Turnier“ positiv aus. „In der anderen Gruppe mit Papua-Neuguinea und Apache 7s hätten wir hinter England den zweiten Platz belegt, da dort das spielerische Niveau nicht so hoch war wie in unserer Gruppe. Aber die Platzierung ist letztendlich zweitrangig. Bei diesem Turnier ging es darum, dass die Jungs Spielpraxis auf international höchstem Niveau sammeln konnten. Deswegen ist uns die schwerere Gruppe durchaus gelegen gekommen.“

Nun gilt es für die beiden finalen Turniere in der Grand Prix Series wieder Kräfte zu sammeln, um im September in Bukarest und Manchester das angestrebte Ziel in der EM-Serie zu erreichen. Beim Angriff auf die Top Acht stehen Rainer Kumm dann hoffentlich auch wieder die verletzten Akteure wie Tim Biniak, Phil Sczezsny, Bastian Himmer, Hendrik van der Merwe und Elmar Heimpel zur Verfügung, um mit gesundem und ausgeruhtem Personal den europäischen Spitzenteams Paroli bieten zu können.