Die Jungen Wölfe haben bei der 7er-Europameisterschaft der U18-Junioren im polnischen Gdansk das Viertelfinale erreicht. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Litauen (40:7) musste man sich im Spiel gegen Belgien mit einem 22:22-Unentschieden zufrieden geben, sodass die letzte Runde der Gruppenspiele die Entscheidung bringen musste. Dort unterlag man zwar knapp dem Vorjahresdritten Spanien (14:19), doch das genügte, um als Gruppenzweiter in die Runde der besten Acht einzuziehen, wo am Sonntag um 11:06 Uhr (CET) nun Irland auf die DRV-Auswahl wartet. (Foto: Rugby Europe/Yoorek Czapkowski)

„Wir hatten gegen durchaus gute Litauer einen sehr guten Start, aber gegen Belgien war dann die zweite Halbzeit nicht mehr so gut“, so Nationaltrainer Jan Ceselka und Max Pietrek. „Gegen Spanien dann hatten wir eine verkorkste erste Halbzeit, haben uns dann aber sehr gut und mit der besten Defensivleistung des Tages noch mal zurückgekämpft. Darauf können wir sicher für das Viertelfinale aufbauen. Da geht es gegen die Iren, die wir vor zwei Jahren überraschend schlagen konnten. Wir sind sicher nicht Favorit, aber wir wollen uns auf dem Niveau messen und unsere Chancen nutzen.“

Gegen die ordentlich aufspielenden Außenseiter aus Litauen legten die deutschen Junioren einen Start nach Maß hin. Zwar glichen die Osteuropäer den erhöhten Versuch mit der ersten Aktion des Spiels durch Maximilian Heid (1.) in der 4. Minute noch aus, doch danach hatte das DRV-Team die Partie komplett unter Kontrolle, war lange in Ballbesitz und punktete effektiv. Chris Umeh (5.) und Oluwaseyi Ajeigbe (7.) sowie Benedikt Spiess mit den Erhöhungskicks stellten das Ergebnis bis zur Pause auf 21:7.

Und so dominant ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Litauen kam kaum noch einmal an den Ball, während Deutschland das Spielgerät gut bewegte und weiter Versuche legte. Jakob Dipper (8.) und Benedikt Spiess (10.) machten die Angelegenheit mit jeweils erhöhten Versuchen klar. Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie, in der sogar noch ein höheres Ergebnis möglich war, setzte Tobias Bauer mit seinem Versuch kurz vor Schluss zum 40:7.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Belgien sah es zunächst danach aus, als ob die Deutschen an das gute erste Spiel anknüpfen würden. Spiess (1.) nach einem Gedränge über die kurze Seite (1.) und Umeh, der sich nach einem Ballgewinn durchtankte (4.), besorgten eine 10:0-Führung, ehe Belgien besser ins Spiel fand und zur Pause mit 7:15 schon ein Stück verkürzt hatte.

Nach der Pause hatten die DRV-Jungs irgendwie den Faden verloren und schützten die eigenen Bälle auch nicht mehr gut. Belgien verkürzte zunächst auf 12:15 (10.) und lag eine Minute später sogar erstmals vorn – 17:15. Doch mit einem sehenswert gespielten Angriff über die rechte Seite übernahm in der 12. Minute Deutschland wieder die Führung, als Philipp Frauenfeld abgelegt und Spiess sicher erhöht hatten. Doch die Belgier kamen noch einmal durch und glichen aus. Zwar kam der DRV noch mal in die Offensive, doch Punkte kamen dabei nicht mehr heraus.

Im abschließenden Vorrundenspiel gegen Gruppenfavorit Spanien entwickelte sich eine intensive Partie, in der Spanien vor allem seine Chancen mit Kontern deutlich besser auszunutzen wusste. Die DRVer hatten wenig Ballbesitz und verteidigten auch nicht gut genug. Nach einem verpassten Tackling waren die Iberer in der 2. Minute erstmals erfolgreich, und mit einem guten Überkick nach rechts gab es den zweiten – diesmal erhöhten – Versuch zum 12:0-Halbzeitstand.

Direkt nach Wiederanpfiff fand Spanien erneut eine Lücke und stellte auf 19:0. Doch die DRVer steckten nicht auf und kamen vor allem dank einer nun starken Verteidigung noch mal zurück. Nach einer gewonnenen Gasse setzte Ernest Freeman zu einem langen Sprint bis unter die Stangen an, Spiess erhöhte mühelos (11.). Und mit der letzten Aktion brach auch Chris Umeh noch durch und legte zum ebenfalls von Spiess erhöhten Versuch zum 14:19 aus deutscher Sicht ab.