Die deutschen U18-Junioren haben das 7er-Rugbyturnier bei den World Games in Paris gewonnen. Das Team um die Coaches Jan Ceselka und Max Pietrek, für das es in Paris in erster Linie um die nächsten Schritte in der Vorbereitung auf die im September in Heidelberg stattfindende Europameisterschaft ging, blieb im gesamten Turnier ungeschlagen und feierte im Stade Carpentier am Ende auch im Finale einen überzeugenden Sieg. Die meisten Versuche im Wettbewerb, nämlich insgesamt neun, legte für den DRV Wolfram Hacker. Der beste deutsche Punktesammler war jedoch Benedikt Müssig, der allein 66 Zähler für sein Team verbuchte.

Am ersten Turniertag wusste die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes absolut zu überzeugen. Schon das Auftaktspiel gegen den augenscheinlich stärksten Gruppengegner, das französische Team VGA Saint Maur Rugby, geriet mit 38:5 zu einer klaren Angelegenheit. Die anschließenden Partien gegen GTO/Pontault (50:0) sowie St. Martion Rugby Union (47:0) gingen sogar noch klarer an die deutschen Junioren. So ging es als souveräner Gruppensieger ins Halbfinale. „Unsere Jungs sind hier wirklich gut drauf, aber die stärkeren Gegner kommen morgen“, prophezeihte Trainer Max Pietrek.

Dort wartete mit dem Akademie-Team des französischen Top-Clubs Stade Francais Paris eben dieser deutlich stärker eingeschätzte Gegner. Doch auch dieses französische Nachwuchsteam fand kein Mittel gegen das starke Spiel der DRVer und musste sich mit 0:35 ebenfalls deutlich und praktisch chancenlos geschlagen geben.

Im Endspiel kam es erneut zum Duell mit dem Team aus Saint Maur, das man bereits zu Turnierbeginn hatte schlagen können und das sein Halbfinale gegen den Sieger der zweiten Vorrundengruppe, den RC Sucy, knapp mit 17:12 gewonnen hatte. Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen bestimmte auch diesmal die DRV-Auswahl das Spielgeschehen und gewann das Turnier letztlich mit einem 40:5.

Jan Ceselka: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Turnier und dem Sieg, auch wenn das Niveau hier sicher etwas niedriger war als in Tours oder Bologna. Immerhin konnten wir im Halbfinale mit Stade Francais einen namhaften Gegner klar distanzieren. Für uns war es dennoch wichtig, dieses Turnier zur Vorbereitung spielen zu können. Wir haben gesehen, dass die Spieler die Inhalte, die wir in den letzten Lehrgängen und Trainings erarbeitet haben, gut umsetzen konnten. Darüber hinaus hatten wir noch mal die Möglichkeit, uns weiter einzuspielen und den nächsten Schritt zu machen. Jetzt werden wir die gewonnenen Erkenntnisse auswerten und den Fokus schnell auf den nächsten Lehrgang legen. Mit dem Olympic-Hopes-Turnier haben wir noch einen Wettkampf, den wir ebenfalls gewinnen wollen, so die Planungen, um dann gut vorbereitet ins EM-Turnier gehen zu können.“

Max Pietrek ergänzte, dass das Turnier insbesondere für die Auswechselspieler wichtig gewesen wäre. „Wir konnten hier unsere Bank sehr ausgiebig testen und haben gesehen, dass auch von dort jederzeit Druck ins Spiel gebracht werden kann.“