Auch nach dem fünfjährigem Jubiläum im vergangen Jahr gönnt sich die Wild Rugby Academy (WRA) keine Verschnaufpause. Auch dieses Jahr bleibt der DRV-Partner weiter am ovalen Ball, um das deutsche Rugby voranzutreiben. Ganz im Sinne ihres Förderers und Finanziers Dr. Hans-Peter Wild („Capri-Sonne“).

Seit August 2013 engagiert sich die Wild Rugby Academy im Projekt „Get Into Rugby“. Diese Maßnahme ist eine Initiative des International Rugby Board (IRB). Der Rugby-Weltverband unterstützt dabei ausgewählte Nationen („Target Nations“), die Mitgliederzahlen im Nachwuchsbereich zu erhöhen. Das Nachwuchsförderprogramm ist in die drei Phasen „Try, Play, Stay“ unterteilt und soll den Transfer der Kinder aus den Schulen in die Vereine forcieren. Durch die akribische Arbeit der WRA-Trainer in den Schulen konnte Deutschland bereits im vergangenen Jahr eine Spitzenposition im Vergleich zu den anderen „Target Nations“ einnehmen. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres 2013/2014 haben die Trainer allein in Heidelberg und Umgebung 6.180 Kindern den Umgang mit dem ovalen Ball näher gebracht.

WRA-Logo

Der Deutsche Rugby-Verband beschloss im Zuge der Aufnahme des 7er-Rugbys in Rio 2016 als olympische Sportart eine verstärkte Förderung dieser Rugby-Variante. Im Rahmen dieser Förderung erarbeiteten die Trainer der Wild Rugby Academy wesentliche Pläne für die Verbesserung der Fitness und Dynamik der deutschen Nationalspieler. Zudem stellte die WRA ihre Fitnesseinrichtungen den Kaderspielern zur Verfügung. Seit Januar 2013 bereiten die WRA-Coaches Kobus Potgieter und Pieter Jordaan in dem Bundesstützpunkt eine Trainingsgruppe von rund 20 Sportlern in bis zu fünf Einheiten in der Woche auf die kommenden Aufgaben im 7er-Rugby vor. Dabei nutzen die Coaches die guten Kontakte zu ausländischen Spitzentrainern, um die Trainingsmethoden auf das Niveau der etablierten Nationen in der Weltspitze zu heben. Bei dem erfolgreichen fünftägigen Fitnesscamp der DRV VII in Portugal zeichnete sich WRA-Trainer Kobus Potgieter daher für die Fitnesseinheiten verantwortlich.

Auch bei der deutschen Nationalmannschaft im traditionellen 15er-Rugby spielt die Wild Rugby Academy eine wichtige Rolle. Seit Juni 2013 ist Kobus Potgieter neuer DRV-Nationaltrainer und wird dabei von Pieter Jordaan als Co-Trainer unterstützt. Potgieter führt montags regelmäßige Trainingseinheiten für alle Nationalspieler im Heidelberg Rugby-Leistungszentrum durch. Dabei liegt das Augenmerk auf Kraft-, Technik- und Taktik-Einheiten. Die Arbeit des Trainer-Duos trägt dabei erste Früchte. Denn aktuell ist die DRV-Auswahl auf dem ersten Tabellenplatz der Division 1B im European Nations Cup und kann den Aufstieg in die höchste Spielklasse aus eigener Kraft bewerkstelligen. Voraussetzung ist am 26. April ein Sieg mit Bonuspunkt (mindestens vier gelegte Versuche) in Schweden. Dieser große Erfolg würde zugleich den Verbleib in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2015 in England bedeuten.

Die Wild Rugby Academy ist nicht nur international darum bemüht, das deutsche Rugby auf ein höheres Level zu bringen. Denn die Grundvoraussetzung für die aktuellen und zukünftigen Nationalspieler ist eine gute Ausbildung in den Vereinen und in den Landesverbänden. Daher werden die Trainer der Wild Rugby Academy in Kürze Trainingsmaterial in Form von Präsentationen und Videos erstellen, das dann an die einzelnen Landesverbände weitergereicht wird. Die Übungen sollen wichtige Grundtechniken für Anfänger bis hin zum Skills-Vermögen für fortgeschrittene Rugbyspieler beinhalten. Zudem stellt die WRA mit Kobus Potgieter auch einen Ausbilder für angehende und etablierte Trainer. Potgieter ist befähigt, alle Lizenzen des IRB und aller DRV-Trainerlizenzen sowie alle IRB-Lizenzen im Bereich „Strength und Conditioning“ abzunehmen.

Die WildRugby Academy ist also auch im Jahr 2014 als Rugby begeisterte Institution weiterhin darum bemüht, das deutsche Rugby wieder einen Schritt näher in Richtung der großen Rugbynationen Europas zu bringen.