Die deutschen U18-Juniorinnen haben bei der 7er-Rugbyeuropameisterschaft im französischen Vichy als Aufsteiger die Challenge Trophy gewonnen und sich damit Rang neun gesichert. Nach dem verpassten Viertelfinale am ersten Turniertag zeigte das Team um Nationaltrainer Morne Laubscher in der Platzierungsrunde drei starke Spiele und erreichte mit drei Siegen das neu gesetzte Mindestziel.

In der schwierigen Vorrundengruppe hatte man sich nach zwei Auftaktniederlagen gegen Italien (7:22) und Mitfavorit Frankreich (0:32) im abschließenden Match gegen die Ukraine mit 36:0 überdeutlich durchgesetzt und war so mit einem positiven Gefühl in den zweiten Turniertag gegangen, wo man sich nach dem verpassten Ziel Viertelfinale nun mindestens die Challenge Trophy und damit Rang neun sichern wollte.

Dort ging es im Viertelfinale zunächst gegen Polen. Die gingen mit einer 7:0-Führung in die Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel zeigte sich die DRV-Auswahl deutlich besser eingestellt auf das körperliche und auf Kontakt ausgelegte Spiel der Polinnen und drehte das Spiel mit drei Versuchen und zwei Erhöhungen noch in einen verdienten 19:7-Sieg.

Im Halbfinale bekam man es mit den Gastgeberinnen zu tun – eigentlich ein machbarer Gegner. Doch bei Regen und Gewitter änderten sich die Vorzeichen gänzlich, und am Ende stand ein 12:0-Arbeitssieg, der den Einzug ins Spiel um die Challenge Trophy bedeutete, wo es – wie schon in den Finalspielen der B-EM im Vorjahr – wieder gegen Belgien ging. Hier brachten Gesine Adler mit dem Versuch und Tuana Hirschberg mit der erfolgreichen Erhöhung das DRV-Team in Führung. In der Folge konzentrierte man sich bei schwierigen äußeren Bedingungen auf die im gesamten Turnier starke Verteidigung. Zwar ließ man im zweiten Durchgang noch einen gegnerischen Versuch zu, der allerdings nicht erhöht wurde, sodass am Ende ein 7:5 für die Deutschen auf dem Scoreboard stand.

„Das war ein unglaublich guter zweiter Turniertag“, zeigte sich Coach Morne Laubscher zufrieden. „Die Mädels wollten diesen neunten Platz und haben ihn sich mit einem tollen Kampfgeist und einem wahnsinnigen Teamspirit absolut verdient. Wir sind hier mit einem jungen und vergleichsweise unerfahrenen Team angetreten, und auf diesem Level war es auch ein ganz anderes Turnier für uns als noch im letzten Jahr. Aber die Mädels waren super, sind jetzt total glücklich. Ich bin richtig stolz auf das Team.“