Der Deutsche Rugby-Verband ordnet die Struktur seines Leistungssports neu. Zu diesem Zweck wird der olympische Spitzenverband mit Blick auf die Rugby-Weltmeisterschaften 2018 und 2019 sowie die olympischen Spiele 2020 in Tokio, sich ab 2017 neu aufstellen.

Neuer Sportdirektor ab dem 1. Januar 2017 wird der Betriebswirt Manuel Wilhelm, der in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Wild Rugby Academy (WRA) und dem Rugby-Weltverband (World Rugby) die Strukturen für eine erfolgreiche sportliche Zukunft aufbauen soll. Damit reagiert der DRV auf die Erfahrungen und Ergebnisse der vergangenen Jahre sowie die zunehmende Komplexität im Leistungssport-Management.

Wilhelm ist im Verband kein Unbekannter. Der ehemalige Nationalspieler war zuletzt von 2012 – 2016 als Leistungssportreferent für die erfolgreichen 7er-Nationalmannschaften des Verbands verantwortlich.

Volker Himmer, der bisher die Position des Sportdirektors in einer Doppelfunktion mit der Rolle des Geschäftsführers ausübte, wird sich zukünftig voll auf seine Aufgaben als Geschäftsführer konzentrieren können.

„Die Trennung der Positionen des Sportdirektors und des Geschäftsführers war eines der Ziele in unserem strategischen Plan und auch Vorgabe des DOSB, des Bundesministerium des Inneren und von World Rugby. In seiner Rolle als Sportdirektor wird Wilhelm künftig die Gesamtkoordination für den Leistungssportbereich im 15er- und 7er-Rugby übernehmen. Die nun vakante Position des Leistungssportreferenten haben wir neu ausgeschrieben. Gewissermaßen sind unsere sportlichen Leistungen in den letzten Jahren unser Personalstruktur davongelaufen, weshalb wir uns freuen hier jetzt etwas aufstocken zu können“, erklärt DRV-Präsident Klaus Blank. „Durch die anstehende Reform im deutschen Leistungssport und die konstruktiven Gespräche mit World Rugby werden noch Ergänzungen in unserem Leistungssportbereich folgen müssen. Mit diesen stabilen und erfahrenen personellen Eckpfeilern sind wir zunächst jedoch gut aufgestellt und können auf die neuen Anforderungen flexibel reagieren“, so Blank weiter.

„Wir haben in den letzten vier Jahren eine ganze Menge angeschoben. Sportlich stehen unsere Nationalmannschaften so erfolgreich da wie noch nie und gleichzeitig ist es uns nicht nur gelungen unsere Entschuldung voranzutreiben sondern auch das Vertrauen unserer langjährigen Partner zurück zu gewinnen. Jetzt ist es an uns die Strukturen zu schaffen, um uns für die nächsten RWC- und Olympiazyklen in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Mittelfristig richten wir unseren Blick natürlich auf die Weltmeisterschaften 2018 und 2019 sowie Tokio 2020, meine große Motivation ist es aber, dass es uns gemeinsam gelingt den Verband bis 2023/2024 so aufzustellen, dass wir nicht mehr auf den Faktor Glück angewiesen sind, um uns für ein sportliches Großereignis zu qualifizieren“, so der frischgebackene Sportdirektor Manuel Wilhelm.