Die deutschen 7er-Rugbyfrauen haben beim abschließenden zweiten Turnier der European Women’s Sevens Grand Prix Series in Kazan (RUS) am Ende Rang elf belegt. Im Platzierungsspiel zwischen den beiden bereits als Absteiger feststehenden Teams setzte sich Deutschland mit 10:0 gegen Portugal durch und schaffte damit nicht nur den ersten Sieg im Turnier sondern zugleich einen positiven Abschluss eines ansonsten eher enttäuschenden Turniers.

 Nationaltrainer Melvine Smith: „Es ist gut und positiv, dass wir zum Abschluss noch ein Spiel gewinnen konnten, das hatten wir uns auch vorgenommen. Vor allem die Art und Weise, dass die Mädels bis zum Schluss gekämpft haben, hat mich gefreut. Es bleibt aber dabei, dass wir einiges verändern müssen in Zukunft. Die Planungen haben aber auch bereits begonnen.“

Spiel um Platz 11: Deutschland – Portugal                10:0 (0:0)
Im abschließenden Spiel um den 11. Platz gelang dem deutschen Team gegen Portugal dann doch noch ein Sieg in Kazan: Das Duell der beiden bereits aus der Grand Prix Series abgestiegenen Teams war zunächst ein ausgeglichenes, jedoch auf beiden Seiten ein sehr fehlerhaftes. So verwunderte es auch nicht, dass nach den ersten sieben Minuten noch keine Punkte gefallen waren.

Erst nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich Deutschland leichte Vorteile. IN der 8. Minute war Ulrike Borchardt auf dem Weg in Richtung Malfeld, wurde aber drei Meter davor noch zu Boden gebracht. Doch der Ball blieb auf deutscher Seite im Spiel, fand den Weg nach rechts zu Josefine Pora, die ihn zum Versuch ablegte. Das brachte ein wenig Rückenwind. In der 13. Minute gelang Julia Braun ein guter Überkick. Lea-Sophie Predikant war schneller als die Gegnerinnen, kickte ihn noch ein Stück weiter bis ins Malfeld und legte den zweiten Versuch zum 10:0-Endstand.

9-12 Halbfinale: Wales – Deutschland                         40:7 (14:7)
Das Turnier ging praktisch so weiter für das deutsche Team, wie es am Vortag aufgehört hatte, nur ohne Johanna Hacker, die mit einer Gehirnerschütterung nicht mehr zum Einsatz kam. Die DRV-Frauen hatten den Waliserinnen nicht viel entgegen zu setzen und lagen nach vier Minuten nach erhöhten Versuchen von Gemma Rowland und der schnellen Jasmine Joyce schon mit 0:14 zurück. Es folgte allerdings eine Druckphase, in der sich Deutschland gut nach vorn spielte. Ulrike Borchardt bereitete vor für Friederike Kempter, die unter den Stangen ablegte (7.). Julia Braun erhöhte sicher zum 7:14-Pausenstand.

Den Schwung konnte man aber nicht mitnehmen. Im Gegenteil: Direkt nach Wiederankick war wieder Jasmine Joyce auf und davon. Deutschland fand danach nicht mehr ins Spiel und kassierte bis zum Schlusspfiff noch drei weitere Versuche. Erst in der Schlussphase gab es noch einmal einen nennenswerten Lauf von Julia Braun, die allerdings zu zögerlich war, was in einem Ballverlust endete.

In der Endabrechnung belegte Deutschland schlussendlich den 11. Platz und muss gemeinsam mit dem Zwölftplatzierten Portugal aus der WGPS absteigen. Den EM-Titel sicherte sich diesmal Russland.

Endstand WGPS 2018 (nach 2 von 2 Turnieren)
1. Russland (38 Punkte), 2. Frankreich (38), 3. Irland (28), 4. Schottland (22), 5. Belgien (18), 6. England (17), 7. Polen (17), 8. Wales (16), 9. Italien (14), 10. Spanien (14), 11. Deutschland (3), 12. Portugal (3)