Hannover. Beim Deutschen Rugby-Tag (DRT) haben die Delegierten die Weichen für die Zukunft gestellt. In Hannover wurde das Konzept zur weiteren Professionalisierung von Sport und Verwaltung einstimmig unterstützt. In Zukunft sollen dabei insbesondere hauptamtliche Strukturen ausgebaut werden, um den Anforderungen als Olympischer Sportart noch besser zu begegnen. „Unser Sport benötigt professionelle, hauptamtliche Vertreter in Sport und Organisation“, so DRV-Präsident Klaus Blank. „Ich freue mich sehr, dass wir das einstimmige Votum der Basis erhalten haben, weiter gemeinsam an unserer Strukturreform zu arbeiten.“

Neuerungen im Bundesligaspielbetrieb – Pokal und 7er-Liga

Auf der Tagesordnung stand auch der Bundesligaspielbetrieb. Zum einen ging es um die Frage, ob die Finalisten der Bundesliga ebenfalls am Pokal teilnehmen müssen, zum anderen wurde diskutiert, ob ein bundesweiter 7er-Spielbetrieb eingeführt werden soll. Mehrheitlich stimmten die anwesenden Vereins- und Verbandsvertreter für die generelle Pflicht für alle Bundesligisten zur Teilnahme am Pokal.

Die Diskussion zum 7er-Spielbetrieb verlief kontroverser. Die Vereine machten deutlich, dass aus ihrer Sicht der Zwang zur Teilnahme an einem 7er-Spielbetrieb keine zielführende Lösung sei. DRV-Vizepräsident Michael Schnellbach stellte dar, dass mit dem Antrag des Präsidiums „den Forderungen des Deutschen Olympischen Sportbundes auf Einführung eines 7er-Spielbetriebes Rechnung getragen werden soll“. Im Rahmen der Diskussion einigte man sich auf eine andere Lösung. Ab der kommenden Saison werden verpflichtende 7er-Turnier für die Landesverbandsauswahlen durchgeführt.

Landesverbände organisieren sich und wählen Sprecherteam

Die Rugby-Landesverbände haben erkannt, dass ein regelmäßiger Austausch für die weitere Entwicklung sehr zweckmäßig ist. Als Gremium für diesen Erfahrungsaustausch sowie als einheitliche Stimme nach außen wurde die „Vertretung der Landesverbände“ gegründet. Die Präsidenten wählten aus ihrer Mitte Jörg Behrendt (NRW) und Ulrike Städler (Niedersachsen) zu ihren Sprechern. Dass die Landesverbände den Reformprozess des Deutschen Rugby-Verbands mitgestalten möchten macht auch die große Beteiligung am DRT deutlich. Bis auf den Rugby-Verband Sachsen waren auf der diesjährigen „Hauptversammlung“ alle Landesverbände vertreten. Eine positive Entwicklung.

Alle DRV-Unterorganisationen habe neue Vorsitzende gewählt

Mit Ralf Tietge für die Schiedsrichter, Romana Thielicke für die Deutsche Rugby-Jugend und Annemarie Hoffmann für die Deutschen Rugby-Frauen wurden alle DRV-Unterorganisationen in ihren Vollversammlungen mit neuen Vorsitzenden besetzt. Ferdinand Sacksofsky als DRJ-Sportwart und Vivien Bahlmann als DRF-Pressereferentin komplettieren ihren jeweiligen Präsidien. Die Deutsche Rugby-Jugend hat für die Organisation des Spielbetriebs eine neue Kommission gegründet. Die Kandidaten des DRV sowie aller Organisationen die erneut zur Wahl angetreten sind wurden wiedergewählt.

(ck/jk)