Die deutsche U18-Nationalmannschaft reiste heute nach Lissabon zur Europameisterschaft. Mit Testspielen und einem Vorbereitungslehrgang wurden die letzten Maßnahmen abgeschlossen. Das Trainerteam um Jan Ceselka und Christian Lill wird nun sehen, ob sich die Arbeit der vergangenen Monate gelohnt hat. Im letzten Testspiel gegen die West Vancouver School setzte die Mannschaft alle Vorgaben konsequent um. Am Ende gab es eine große Überraschung für das Trainerteam. Die DRJ-Auswahlsiegte deutlich mit 82:0 Punkten.

„Wir haben auf einen gleichwertigen Gegner gehofft, konnten das Team vorher aber nicht einschätzen,“ sagte der Stellvertretende Jugendwart Sport der Deutschen Rugby Jugend (DRJ) Dieter Hanf. Am Ende war die Begegnung für die deutsche Auswahl ein leichtes Trainingsspiel, das so nicht erwartet wurde. „Das Testspiel gegen Vancouver High war durch eine deutliche Überlegenheit der U18 DRJ gekennzeichnet. Wir waren in alle Belangen besser, schneller und spielten unsere Chancen aus“, beurteilt Hanf. Vergessen darf man aber nicht, dass die Kanadier nur eine kurze Saisonvorbereitung hatten und mit dem starken deutschen Nationalteam auf ihren ersten Gegner des Jahres trafen. „Die Kanadier hatten zum Teil sehr kräftige Spieler, die ihre körperliche Präsenz aber nicht in Punkte verwerten konnten“, so Hanf weiter. Letztendlich wurde das Spiel vor allem an den Kontaktpunkten gewonnen. Dort konnten von der DRJ viele Bälle erkämpft werden, die man dann auch schnell und kompromisslos verarbeitete. Die Vorbereitung ist vorbei, jetzt muss das Team seine Leistung beweisen.

Die Mannschaft wurde von den Trainern Jan Ceselka und Christian Lill in einem langwierigen Prozess vorbereitet. Für die Deutschen stehen große Herausforderungen an. „Die Europameisterschaft wird für alle eine große Herausforderung sein, Portugal als erster Gegner wird sicher ein harter und effizienterer Gegner sein, der alles von der DRJ fordern wird. Unbesiegbar sind sie aber nicht“, ergänzt Hanf abschließend. Das erste Spiel der EM für die U18-Auswahl findet am 18. März statt. Die nächsten potentiellen Gegner heißen Georgien oder Rumänien. Wir berichten auf der Website, Facebook und Twitter aktuell über die Entwicklung und Ergebnisse des Teams.

(jk)