Derzeit befinden sich drei junge 7er-Nationalspieler des DRV in Südafrika, um dort für insgesamt drei Monate an der renommierten Stellenbosch Academy of Sport (SAS) neue Impulse für ihre Weiterentwicklung zu erhalten, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und am Ende natürlich auch ihr Spielniveau zu steigern. An dieser Stelle wird es gelegentlich Berichte von Joshua Tasche, Wolfram Hacker und Anton Gleitze geben.

„Wir haben talentierten Nachwuchssportlern ja schon in der Vergangenheit immer wieder die Möglichkeit geboten, sich in einem anderen Umfeld als Sportler aber auch als Persönlichkeit weiterzuentwickeln“, erklärt DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Mit dem SAS haben wir dafür jetzt einen idealen Partner gefunden. Unsere Nachwuchsspieler haben dort die Chance, von Toptrainern in einem hochprofessionellen Umfeld zu lernen – und das quasi Tür an Tür mit dem südafrikanischen 7er-Nationalteam. Obendrauf gibt es noch eine andere Kultur und neue Erfahrungen. Dieses Programm wird sicher keine Eintagsfliege bleiben. Wir werden auch weiterhin junge Talente ganz gezielt fördern.“

Die drei Jungs, die jetzt in Südafrika nur rund 50 Kilometer östlich von Kapstadt sind, haben sich schnell akklimatisiert und eingelebt und lernten die wichtigsten Spots in Stellebosch und die Mitspieler kennen. Sie bewohnen gemeinsam mit einem Südafrikaner ein gut ausgestattetes Appartment.

Nach zahlreichen Test, die die Grundlage der weiteren Trainingsplanung bildeten, sind die Jungs in den intensiven und straff geplanten Trainingsalltag eingestiegen.

Anton Gleitze: „Ich möchte hier so viele Tipps und Informationen wie möglich aus dem gesamten Umfeld aufzunehmen und zu versuchen, diese Hinweise bestmöglichst umzusetzen. Ich freue mich über das 7s-spezifisches Training, um mich noch besser in die speziellen Abläufe und Situationen einzubringen. Mein konkretes Ziel ist, mich vor allem in Sachen „tracking“ in der Verteidigung zu verbessern. Zudem will ich noch aggressiver im Kontakt arbeiten, was man gut in den wöchentlichen Wrestling-Sessions lernt.
Das Training ist definitiv sehr intensiv und anstrengend und beinhaltet sowohl viele positionsspezifische und individuelle Sessions als auch körperlich sehr anstrengende Teile. Ich versuche, so viele Details wie möglich aus den positionsspezifischen Teilen mitzunehmen.“

Joshua Tasche: „Für mich persönlich war die Anfangszeit hier sehr aufregend, aber auch erfolgreich. Das Zusammenleben und auch das Miteinander im Team und mit dem Trainerstab funktioniert gut. Körperlich habe ich mich fit gefühlt, hatte zuletzt allerdings leichte gesundheitliche Probleme. Trotzdem bin ich mit den meisten Testwerten zufrieden und freue mich darauf, in den kommenden Wochen an meinen Schwächen zu arbeiten. Besonders gefallen mir die Wrestlingsessions, die mich sicher physisch weiterbringen.“

Wolfram Hacker: „Auch für mich war die erste Zeit hier eine sehr spannende. Ich bin erstaunt, wie professionell alles hier ist. Wir haben uns sehr gut an die Umgebung gewohnt und verstehen uns auch mit dem restlichen Team sehr gut. Letztlich bei allen Spielern hier sehen die Coaches in verschiedenen Bereichen wie etwa Kraft und Passgenauigkeit Luft nach oben, aber wir freuen uns darauf, in jedem Training an den Zielsetzungen arbeiten zu können.“