Das Development-Team der deutschen 7er-Rugbynationalmannschaft hat bei den Centrale Sevens in Paris (FRA) schlussendlich den siebenten Platz belegt. Die DRV-7er-Frauen hingegen waren vorzeitig aus der französischen Hauptstadt abgereist.

Die 7er-Männer hatten sich in einer schweren Vorrundengruppe mit einem klaren Sieg gegen Belgien (33:7) bei zwei Niederlagen gegen Das Espois-Team von Racing 92 (19:26) sowie gegen die Ramblin Jesters (5:26) als achtbestes Team der Gruppenphase für das Viertelfinale qualifiziert.

Dort bekam man es mit dem Topteam und späteren Turniersieger Seventise zu tun. Den deutschen Spielern war deutlich anzumerken, wie nach den Stanislas Sevens und dem ersten Turniertag in Paris die Kräfte schwanden. Seventise gewann mit 34:0. In der Platzierungsrunde unterlöag man dann noch einem starken Universitätsteam aus Johannesburg (RSA), schloss dann das Turnier jedoch mit einem Erfolgserlebnis ab. Gegen Toulon gewann man mit 33:19.

„Die Jungs sind hier auf dem letzten Tropfen ins Ziel gekommen“, unterstrichen die Coaches Max Pietrek und Rafael Pyrasch. „Zwei Turniere so knapp hintereinander, das war schon hart, zumal wir am zweiten Tag in Paris Christopher Korn und Franz Müller noch zwei angeschlagene Spieler geschont haben und nur noch drei Bankspieler hatten.“ Insgesamt sei das Fazit von den Centrale Sevens durchwachsen. „Wir haben vor allem gegen Ende des ersten Tages gute Performances gesehen, haben aber auch viele unnötige Fehler gemacht. Am zweiten Tag sind den Jungs dann merklich die Körner ausgegangen. Aber wir haben wieder viel gelernt. Platz sieben am Ende ist passabel. Aber unter Wert, denn auch ein Halbfinale oder sogar das Finale wären absolut möglich gewesen.“

Man hätte aber auch in Paris viel probieren können mit Spielern auf verschiedenen Positionen, was gut funktioniert habe. Dazu konnten sich einige Akteure unter den Augen des direkt aus Moskau angereisten Bundestrainers Vuyo Zangqa gut präsentieren und könnten schon für das nächste GPS-Turnier durchaus eine Alternative darstellen.

Die DRV-7er-Frauen hatten nach dem ersten Tag, als man in der schweren Vorrundengruppe gegen die Ukraine (5:24) und gegen Wales (0:33) verloren und wenigstens das letzte Gruppenspiel gegen Georgien souverän mit 38:0 gewonnen hatte, das Viertelfinale in Paris verpasst.

Die Situation stellte sich dann für den zweiten Turniertag so dar, dass man selbst mehrere angeschlagene Spielerinnen hatte, zudem aufgrund einer Absage eines Teams in der Platzierungsrunde nur noch ein einziges Spiel am Nachmittag auf dem Programm stand. So entschieden sich Coaching Staff und Spielerinnen gemeinsam dazu, bereits vorzeitig abzureisen und lieber die Spielerinnen für die Grand Prix Series zu schonen. „Das tut uns natürlich leid für das Turnier, aber für uns war das die sinnvollste Entscheidung“, unterstrich Nationaltrainer Melvine Smith. Unser Fokus liegt auf der GPS, und da haben wir zuletzt mit dem Ausfall so wichtiger Spielerinnen wie Kapitänin Steffi Gruber und Lisa Bohrmann, die womöglich in der Europameisterschaft nicht spielen können, Rückschläge hinnehmen müssen. Jetzt wollten wir nicht das Risiko eingehen, dass wir hier angeschlagene Spielerinnen auf den Platz schicken müssen für ein Spiel, das nicht so relevant ist.“