Die deutsche 7er-Rugbynationalmannschaft der Männer nimmt vom 6. bis zum 8. April bei den Hong Kong Sevens erneut Anlauf auf die Qualifikation zur Sevens World Series. Dafür hat der Kader von Bundestrainer Vuyo Zangqa nicht nur eine umfangreiche und intensive Vorbereitung absolviert. Die sportliche Leitung hat zudem einen ausgeglichen besetzten und erneut schlagkräftigen Kader nominiert.

Das abschließende Trainingscamp in Portugal in der vergangenen Woche sei nach Plan und sehr zufrieden stellend verlaufen“, sagten die Coaches unisono. Zudem seien alle Spieler weitgehend verletzungsfrei geblieben, sodass der Bundestrainer bei der Nominierung – mit Ausnahme einiger Langzeitverletzter – nahezu aus dem Vollen schöpfen konnte. Auch Sebastian Fromm und Fabian Heimpel, die sich beim ersten Testspiel in Portugal Blessuren zugezogen hatten, werden voraussichtlich bis zum Start in Hong Kong einsatzbereit sein.

Das Team, das am kommenden Sonntag in den Flieger steigt, wird absolut das Format haben, in Hong Kong zu bestehen. Als Kapitän wird erneut Tim Lichtenberg das Team anführen. Der Kader ausgeglichen besetzt mit fünf Stürmern und sechs Hintermannschaftsspielern. Dazu kommt mit dem jungen Kain Rix, der überraschend den Sprung in den Kader geschafft hat, ein flexibler Spieler, der sowohl als Stürmer als auch als Ballträger in der Hintermannschaft eingesetzt werden kann. Rix ist wie Claude Brechenmacher, John Dawe, Niklas Hohl und Marvin Dieckmann einer Debütanten bei den Hong Kong Sevens.

Für das Turnier in Hong Kong hat Bundestrainer Vuyo Zangqa folgende Spieler nominiert:

Heidelberger RK: Niklas Hohl
TSV Handschuhsheim: Anjo Buckman
RG Heidelberg: Bastian Himmer, Tim Lichtenberg, Fabian Heimpel, Marvin Dieckmann
Hannover 78: Kain Rix
TV Pforzheim: Carlos Soteras-Merz
Nevers Aubenac (FRA): Claude Brechenmacher
Trinity College (IRL): Sebastian Fromm
Cardiff Uni (WAL): Jonathon Dawe
Vereinslos: Maximilian Calitz

Auf Abruf: Niklas Koch, Daniel Koch, Jarrod Saul (SC Germania List), Ben Ellerman (FC St. Pauli)

„Wir sind eigentlich sehr zufrieden mit der gesamten Vorbereitung“, unterstreicht Co-Trainer Clemens von Grumbkow. „Wir haben alles getan, um gut vorbereitet nach Hong Kong zu fahren und gehen deshalb auch mit einem guten Gefühl ins Turnier.“ Natürlich wisse man, dass das Niveau beim dritten Anlauf der DRV-Auswahl auf die Sevens World Series wohl noch ein wenig höher ist als im vergangenen Jahr, als man denkbar knapp im Finale an Spanien gescheitert war. „Aber wir fahren mit dem klaren Ziel dahin, um das Turnier zu gewinnen, und wir haben auch das Potenzial dazu. Natürlich ist so ein Turnier, bei dem nur der Sieger weiterkommt, hart, denn der kleinste Fehler kann das Aus bedeuten. Es gibt sicher ein paar Kandidaten, die den Sprung nach ganz oben schaffen können. Das wird ein sehr interessantes Turnier.“