Für die drei deutschen 7er-Nationalspieler, die derzeit in der Stellenbosch Academy of Sport in Südafrika trainieren, waren die vergangenen zwei Wochen unterschiedlich erfolgreich. Joshua Tasche und Anton Gleitze verpassten verletzungsbedingt einige Einheiten, während Wolfram Hacker weiter voll durchziehen konnte. Dennoch bleibt der Eindruck bei den Jungs, dass sie weiter sehr viel mitnehmen, auch wenn sie mal selbst nicht auf dem Platz stehen können. Hier der zweite Bericht über die Jungs aus Südafrika.

Nach einer Gehirnerschütterung musste Anton Gleitze sicherheitshalber gleich mehrere Tage pausieren beziehungsweise sich auf „Pool-Walks“ und leichtes Konditionstraining beschränken. Etwas besser lief es bei Joshua Tasche, der nach einer leichten Zerrung recht schnell wieder ins Teamtraining einsteigen konnte.

Ich durfte zwar diese Woche immer noch nicht am Team-Training teilnehmen, aber ich konnte natürlich beim Training zuschauen und so trotzdem noch viele Tipps aufschnappen, die man manchmal beim eigentlichen Trainieren gar nicht so mitbekommt oder verinnerlicht, weil einem das größere Bild von außen fehlt“, berichtet Anton Gleitze. „Ich kann es allerdings kaum erwarten, wieder einzusteigen.“ Mittlerweile ist Anton wohl wieder voll im Training dabei.

Die Jungs in Stellenbosch ziehen weiter ein eng getaktetes Programm durch mit sehr vielfältigen Trainingssessions, die praktisch alle Bereiche des Rugbyspiels separat abbilden. „Die Einheiten sind wirklich sehr intensiv, aber auch sehr lehrreich“, so Joshua Tasche. „Wir versuchen aber, die Kniffe von Coach Frankie zu verinnerlichen und umzusetzen.“

Die deutschen Nationalspieler machen dabei offenbar nachhaltig Eindruck: „Frankie sieht uns Deutsche als Führungsspieler für die Gruppe und wollte, dass wir noch mehr in diese Rollen eintreten“, berichtet Wolfram Hacker, der das aufgrund der Ausfälle seiner beiden deutschen Teamkameraden zunächst allein umsetzen musste. „Aber ich denke, dass ich dies trotzdem gut geklappt hat und ich in Einheiten auch die Initiative ergriffen habe.“

Auch mit dem Spielsystem, dass die SAS-Gruoppe einstudiert, kommen unsere Jungs gut zurecht. „Es hat durchaus große Ähnlichkeit mit dem deutschen Spielsystem“, hat Wolfram Hacker festgestellt. Geplant war zuletzt ein Touch.Match gegen die russische Nationalmannschaft, die ebenfalls ein Trainingscamp in Stellenbosch absolvierte.