Der Deutsche Rugby-Verband setzt die Deutsche Rugby Marketing Gesellschaft mbH (DRM) wieder ein. Seit Ihrer Gründung im Mai 2007 hatte die DRM die Marketing bezogenen Aufgaben des DRV übernommen. Im Jahre 2010 wurden die Marketingrechte an eine Agentur übertragen und Mitte 2013 zurückgekauft. Mit dem Engagement der Wild Rugby Academy (WRA) und der Gesellschaft zur Förderung des Rugby Sports (GFR), beides von dem Unternehmer Dr. Hans-Peter Wild gegründete Institutionen, wurden die DRV VII und die DRV XV Männer-Nationalmannschaften seitdem separat markengerecht betreut. Mit der Aktivierung der DRM soll der DRV nun ganzheitlich vermarktet werden. Die DRM wird für den deutschen Rugbysport die Aufgaben der Kommunikation, des Sponsorings und der Veranstaltungsorganisation von nationalen und internationalen Highlights übernehmen und zukünftig eine Vermarktung der Bundesligen als Ziel haben.

Alleiniger Gesellschafter der GmbH ist der Deutsche Rugby-Verband mit der DRV eigenen Erich-Kraft-Stiftung. Geschäftsführer der DRM GmbH ist Jürgen Zeiger, der zugleich Vizepräsident Finanzen des DRV ist. Ab dem 1. Juli dieses Jahres ist neben Jürgen Zeiger nun Michael Elm neuer Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb der DRM: „Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe. Der Rugbysport in Deutschland hat großes Potential, welches wir in der Zukunft richtig nutzen werden, um Rugby zu den fünf bekanntesten Ballsportarten in Deutschland zu machen.“ Elm blickt auf eine erfolgreiche Karriere im Konzern-Management zurück. Er sieht vielfältige Möglichkeiten für den Rugbysport in Deutschland und will diese in den kommenden Jahren durch starke Sponsoren und ein strategisches Marketing vorantreiben. „Wir haben bei den Spielen der DRV XV Männer-Nationalmannschaft gesehen, dass das Interesse in Deutschland exponentiell steigt. Es werden große deutsche Unternehmen, wie beispielsweise die DHL und die Allianz, auf den Sport aufmerksam. Aber auch die internationalen Rugby-Sponsoren, wie Jaguar Land Rover, haben Gefallen am deutschen Rugby gefunden. Damit steigt auch das internationale Interesse.“

Die beiden Männer-Nationalmannschaften der DRV XV und der DRV VII haben in den letzten Monaten ihre Positionen in den internationalen Ranglisten gefestigt und blicken nun auf die Qualifikationen für die Weltmeisterschaft 2019 und die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020. „Nun gilt es, durch die DRM ein strategisches Gefüge im deutschen Rugby zu etablieren und die Mannschaften auf dem Weg zu den großen Turnieren zu unterstützen“, so Jürgen Zeiger, Geschäftsführer der DRM. In seiner Doppelfunktion als Vizepräsident des DRV stützte er maßgeblich die Wiederbelebung der DRM.

DRV-Präsident Klaus Blank ergänzt: „Wir sind zuversichtlich, eine positive Vertragslösung in den aktuell laufenden Verhandlungen zwischen dem DRV und der WRA zu finden, um die langfristige Erfolgsstrategie im deutschen Rugby weiterzuführen.“

Die Aufgaben lassen nicht auf sich warten: Ende September findet zum ersten Mal das größte deutsche Siebener-Turnier in München statt. Die Oktoberfest 7s, mit den besten internationalen Mannschaften, werden auf Sport 1 live übertragen. Außerdem stehen erneut die Weltranglistenspiele der DRV XV Männer-Nationalmannschaft in Deutschland vor der Tür. Diese werden im November dieses Jahres stattfinden.